Jugendbande schikaniert Kunden und Personal in Berliner Einkaufszentrum

Seit einigen Wochen schikaniert eine Teenager-Bande mit Migrationshintergrund Kunden und Personal eines Einkaufszentrums in Berlin-Steglitz.

Seit einiger Zeit kommt es im Einkaufszentrum "Boulevard Berlin" an der Schloßstraße in Steglitz zu Pöbeleien und sexuellen Belästigungen gegenüber Kunden und Personal des Einkaufszentrums, berichtet die "Berliner Morgenpost" und die B.Z unter Berufung eines achtseitigen Polizei-Dokumentes, das den Zeitungen vorliegt. 

Demnach würden sich seit mehreren Wochen zum Teil bis zu 35 Jugendliche in der 2. Etages des Einkaufszentrums treffen. Laut Aussagen von Zeugen würden sich die Teenager, die meisten mit Migrationshintergrund, dort wegen freien Internetzugangs aufhalten. Am Mittwoch vor einer Woche kam es zu einer Konfrontation der aggressiv auftretenden Jugendlichen mit der Polizei, die einen größeren Tumult verursachte.

Beamte massiv bedroht

Alles begann damit, dass Sicherheitsleute bei einem Meeting vor Ort auf zwei junge Männer aufmerksam wurden, die bereits Hausverbot hatten. Die beiden Jugendlichen (15 und 17 Jahre alt und mit türkischem Hintergrund) wurden von den Polizeibeamten, einem Kaufhausdetektiv und dem Chef der Sicherheitsfirma des Einkaufszentrums aus dem Haus gebeten. Es kam zu verbalen Auseinandersetzungen. 

Während des Vorfalls habe einer der Pöbler Freunde angerufen, die darauf hin im Verlauf der Anzeigenaufnahme zum Einkaufszentrum gekommen seien und die Beamten bedrängt und beleidigt hätten. Die Bedrohungen seien so massiv geworden, dass ein Beamter den Einsatz von Pfefferspray androhte, so das Blatt. Zudem habe er weitere Einsatzkräfte alarmiert. 

Darauf hin versuchte die Bande einen ihrer Kumpanen, den die Beamten dingfest gemacht hatten, zu befreien. Dazu hieße es im Polizeibericht: "In dieser Zeit kam es auf den Gängen des Erdgeschosses im Boulevard zu Beleidigungen, versuchter Gefangenenbefreiung, einem Widerstand und dem Verdacht des Landfriedensbruch. Die Personengruppe war auf 20 bis 30 Personen angewachsen", so B.Z..Die Polizei fand Diebesgut bei Verdächtigen. Hinzu kamen drei Ordnungswidrigkeitsanzeigen. Ein Beamter wurde leicht am rechten Arm verletzt. 

Die Jugendlichen zeigten sich jedoch offenbar äußerst selbstbewusst: Ein 15-Jähriger soll zu einem Beamten gesagt haben, dass er dafür sorgen werde, dass er seinen Job verliere. Wie die B.Z. aus Polizeikreisen erfahren haben will, sollen die Täter noch abends zur Wache des Abschnitts 45 gekommen sein, um sich dort über die eingesetzten Beamten zu beschweren.

GdP: Deutschlandweites Phänomen

Das Benehmen dieser Jugendlichen mit Migrationshintergrund sei aber kein Phänomen, welches sich auf dieses Einkaufszentrum beschränken würde, so GdP-Vorstandsmitglied Steve Feldmann zur B.Z. Das Auftreten dieser Banden sei bereits an vielen Orten deutschlandweit zu beobachten, was ausschlaggebend sei für das schwindende subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen.

"Das Problem gibt es auch nicht erst seit ein paar Monaten. Fakt ist, dass Politik und Behörden diesem Gruppenverhalten relativ hilflos gegenüberstehen," so Feldmann. 

Der Umgang der Justiz mit solchen Tätern und anschließende Verfahren seien eher kritisch zu sehen. "Die Täter merken: Ihr archaisches Verhalten wird toleriert. Die Mehrheit der Gesellschaft weicht zurück. Das wird man auch so schnell nicht aus deren Köpfen wieder rauskriegen", fügte Feldmann hinzu. (so)