„Kein 3. Weltkrieg!“: Schweres Kriegsmaterial erreicht Bremerhaven – Aufrüstung gegen Russland in vollem Gange

Um den nötigen "Frieden und die Sicherheit" in Europa zu gewährleisten, muss massiv aufgerüstet werden - so die Logik des US-Militärs. Durch Deutschland geht all das schwere Kriegsmaterial, dass letztendlich an der russischen Grenze für den "Frieden" sorgen soll. Am Sonntag ist eine neue Ladung an Panzern und anderen Militärfahrzeugen in Bremerhaven eingelangt.

Das Aufrüsten gegen Russland geht weiter: Am Sonntag traf erneut eine Ladung mit schwerem Kriegsmaterial in Bremerhaven ein.

Insgesamt wurden 446 Kettenfahrzeuge und 907 Radfahrzeuge der US-Army angelandet, darunter 87 Kampfpanzer vom Typ M1 Abrams, 144 Bradley-Schützenpanzer und 18 Paladin-Haubitzen, berichtet RT unter Berufung auf den Militäranalysten Thomas Wiegold.

Die bislang insgesamt 2.000 Panzer, sowie die gepanzerten Fahrzeuge und die 4.000 Soldaten an der russischen Grenze, sollen ein „Zeichen der Abschreckung und der Verteidigungsfähigkeit“ sein.

Kriegsvorbereitungen: Schweres Kampfmaterial aus den USA erreicht Deutschland. Foto: Alexander Koerner/Getty Images

Zudem soll das Aufrüsten der USA in der EU dazu dienen, „den nötigen Frieden und die Sicherheit in Europa“ zu gewährleisten, sagt Oberst Tedd Bertulis, Vize-Logistik-Chef des US-Kommandos in Europa, EuCom, zu den anwesenden Journalisten.

Das Kriegsmaterial wird zunächst nach Deutschland verschifft und anschließend nach Osteuropa wie Polen und in die baltischen Staaten verlegt. Die „Operation Resolve“ ist keine Nato-Mission, sondern findet unter alleinigem Kommando der USA statt.

Demonstrationen gegen Kriegsvorbereitungen

Bei der Ankunft des Militärgerätes am Sonntag kam es zu spontanen Anti-Kriegs-Demonstrationen. Ein Protestteilnehmer sagte zu RT: „Ich bin heute hier um meine Meinung kundzutun, weil ich die Möglichkeit noch habe zu sagen, dass ich Krieg für das größte Verbrechen halte, was es gibt.“ Krieg sei keine Lösung von Problemen, so der Friedensaktivist.

Bereits am Samstag dem 7. Januar fand in Bremerhaven ein Protestmarsch gegen die Verladung des Kriegsmaterials statt. Mehrere Hundert Friedensaktivisten beteiligten sich an der Aktion. (so)