Köln: Ehrenmord an 19-Jähriger? – Vater meldet Mord an Tochter und verschwindet – Nachbarn hörten laute Schreie

Ein möglicher Ehrenmord beschäftigt Köln gleich zu Beginn des neuen Jahres. Laute Schreie schreckten die Nachbarn in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in der Neujahrswoche auf. Die alarmierte Polizei fand eine junge Frau (19) tot in einer Garage liegend. Doch hier war nicht der Tatort.

Im rechtsrheinischen Kölner Stadtteil Buchheim wurden die Bewohner in der Wichheimer Straße in der vergangenen Nacht durch laute Schreie aus dem Schlaf gerissen. Sie alarmierten die Polizei. Gegen 7.30 Uhr rief ein Mann bei dem Beamten an und sagte, dass in einer Garage in einem Mazda eine Leiche liegen würde. Er sei der Vater des Opfers.

Ich habe meine Tochter umgebracht!“

(Anrufer)

Dann nannte er eine Adresse in Buchheim und legte auf.

Am Ort des Verbrechens

Als die Beamten von zwei Streifenwagen vor Ort in der Wichheimer Straße ankamen und sich den Garagenschlüssel bei der betreffenden irakischen Familie besorgten und diese öffneten, fanden sie dort das tote Mädchen wie beschrieben vor.

Bei älteste Tochter der zurückgezogen lebenden irakischen Familie lag im Familienvan. Die Familie mit vier Kindern lebt bereits seit acht Jahren in der Fünfzimmerwohnung. Die junge Frau soll zudem nach irakischem Recht verheiratet gewesen sein, so der „Kölner Express“.

Ehrenmord? – Vater des Opfers verschwunden

Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Die näheren Umstände des Todes des Mädchens sind noch unklar. Die Kripo geht davon aus, dass der Vater seine Tochter erwürgt hat.

Er ist verdächtig, seine Tochter getötet zu haben.“

(Polizeisprecherin)

Der 44-Jährige ist derzeit verschwunden. Ob er versucht hat, sich in seine irakische Heimat abzusetzen, ist noch offen.

Wie der „Kölner Stadtanzeiger“ berichtet, soll der selbständige Unternehmer seine 19-jährige Tochter an einem noch unbekannten Ort ermordet haben und dann in dem Fahrzeug in der Garage abgelegt haben. Die Polizei rief er während seiner Flucht an.

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