Mauscheleien überall!

TV-Sender bat Ex-Justizminister: "Bitte reden Sie nicht über Flüchtlinge"

Epoch Times, Freitag, 8. Januar 2016 16:55
Der Kriminologe und ehemalige Justizminister des Landes Niedersachsen, Christian Pfeiffer, ist derzeit ein begehrter Interviewpartner. Was er an versuchten Absprachen hinter der Kamera erlebte, würde im wohlwollendsten Fall den Titel "Politische Vermeidungspresse" verdienen.
Kriminologe Christian Pfeiffer
Kriminologe Christian Pfeiffer
Foto: Screenshot/Youtube

Interessante Details zu den Vorgängen hinter den TV-Kameras gab der ehemalige niedersächsische Justizminister Christian Pfeiffer bei einer Diskussionsrunde von "Phoenix", welche die Frage "Der Silvesterskandal - wer schütz uns noch?" thematisierte. Ohne Namen zu nennen, kritisierte Pfeiffer die Versuche zweier Sender, sein Gesprächsthema vorzuzensieren.

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"...wenn wir die Wahrheit nicht mehr benennen"

Ab [24:55] spricht die Journalistin der "Welt" über die Beunruhigung der Bevölkerung und die "Lügenpresse"-Vorwürfe, als sie der Kriminologe und ehemalige Justizminister von Niedersachsen, Christian Pfeiffer, ergänzend unterbricht und bestätigt, dass ihn vor den ersten beiden TV-Interviews zu Köln Fernsehleute baten: "Bitte, reden Sie nicht über Flüchtlinge."

Seine Antwort: "Dann brauch' ich gar nicht anfangen." Dann wäre das auch das Ende des Interviews gewesen, so Pfeiffer. Die TV-Journalisten besannen sich eines Besseren und willigten ein. "Wo kommen wir hin, wenn wir die Wahrheit nicht mehr benennen", sagte der Kriminologe.

Zu diesem Zeitpunkt war es noch unsicher, ob Flüchtlinge involviert waren, doch Pfeiffer wehrte sich dagegen, dies von vornherein auszuschließen, "wie es der Kölner Polizeipräsident gemacht hat, das ist unerträglich, wenn die verantwortlichen Behörden die Wahrheit nicht mehr benennen." 

Zur Glorifizierung von "Flüchtlingen"

Die DWN zitiert zum Thema eine Meldung der FAZ, die den Vorfall hinsichtlich der derzeitigen Rechtfertigungsversuche journalistischen Handelns kommentierte:

"Hier offenbart sich eine Mentalität, die journalistischen Prinzipien widerspricht: Es wird nicht um Sachverhalte gestritten, sondern um politische Deutungshoheit. Auch wenn man dabei zu elementaren Fakten in Widerspruch gerät. Das Denkmuster lautet: ,Flüchtlinge‘ werden nur erwähnt, wenn sie zur idealistischen Figur im Kampf gegen Rechtsextreme taugen. Das aber ist eine politische Perspektive, keine journalistische. Für diese Haltung in Fernsehredaktionen gibt es nun eine kalte Dusche."

Medienmanipulation durch Verschleierung?

Kölns Polizeipräsident Wolfgang Albers wusste von Anfang an, dass schon in jener Nacht die Personalien von etwa 100 Personen aufgenommen wurden, die zumeist Syrer, Iraker und Afghanen waren. Interessant dabei ist, dass diese drei Länder nicht in Nordafrika liegen. Die Polizeiführung wollte offenbar die Berichterstattung auf die bereits in Ermittlungen stehende Tätergruppe der nordafrikanischen Antänzer- und Trickdieb-Banden lenken, die ebenfalls in dieser Nacht präsent waren.

Siehe auch:

"Politisch heikel": Polizeiführung schwieg über Flüchtlinge aus Syrien, Irak und Afghanistan

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