Die Hangars von Berlin-Tempelhof

Mega-Migranten-City für 20.000 Asylbewerber in Berlin geplant - Mehrere Massenschlägereien am Wochenende

Epoch Times, Montag, 30. November 2015 19:21
Der Berliner Senat will das Asyllager auf dem ehemaligen Flugplatz Tempelhof erweitern. Innensenator Frank Henkel will hier bis zu 20.000 Migranten einquartieren. Damit würde Deutschlands größtes Asylheim entstehen, eine Mega-Migranten-City.
Flugfeld Tempelhof
Flugfeld Tempelhof
Foto: Sean Gallup/Getty Images

Der Flughafen Tempelhof galt zu seiner Fertigstellung 1941 als größtes Gebäude der Welt und Teil der Umgestaltung Berlins zur europäischen Hauptstadt durch Hitlers Chefarchitekt, Albert Speer. Auch heute wird Tempelhof an Fläche nur vom Pentagon übertrumpft. Seit 2008 liegt der Flughafen still.

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Innenansicht eines Hangars vor Inbetriebnahme
Innenansicht eines Hangars vor Inbetriebnahme
Foto: Carsten Koall/Getty Image

Das Flughafengelände hat umfangreiche unterirdische Anlagen, die drei Etagen in die Tiefe reichen. Schon in Kriegszeiten sollte die Anlage möglichst unabhängig sein. Es gibt ein unterirdisches Wasserwerk mit zwei großen Wasserspeichern, sowie ein eigenes Kraftwerk. Unter den Gebäuden sind begehbare Versorgungsschächte mit einer Gesamtlänge von fast fünf Kilometern. Die Anlagen befinden sich im Zentrum Berlins und sind logistisch optimal angebunden.

Zur Zeit befinden sich in den Hangars 1, 3 und 4 etwa 2.300 Migranten.  Jeder Hangar ist 100 bis 120 Meter lang und gut 50 Meter breit. Die Höhe beträgt 15 bis 20 Meter. Gewaltige Schiebetüren, durch die früher Flugzeuge rollten, schließen die Hallen ab. 

Hangar 1

Die Doppelstockbetten sind gruppenweise aufgestellt und nur durch Zelte oder Stellwände voneinander getrennt. Die Männer fahren mit Bussen zum Duschen in ein nahegelegenes Schwimmbad. Schrittweise soll die Asyleinrichtung vergrößert werden. Ab Mitte Dezember werden drei weitere der sieben Hangars bezogen, meldete der RBB.

Berlin plant Mega-Asyllager

Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) bestätigte den Ausbau der Kapazitäten in seiner Regierungserklärung im Abgeordnetenhaus. Dann könnten in Kürze mehr als 6.000 Migranten hier leben. Weiterhin bestünde die Möglichkeit, am Rande des Flughafengeländes Traglufthallen zu errichten und die für die Internationale Gartenausstellung vorgesehene Blumenhalle als Notunterkunft zu verwenden.

Wie die Gewerkschaft der Polizei (GdP) meldete, will der Berliner Innensenator, Frank Henkel, in den Hangars auf dem Tempelhofer Feld bis zu 20.000 Asylbewerber einquartieren und damit Deutschlands größtes Asyllager schaffen. 

Derweil fanden an diesem Wochenende wieder zahlreiche Massenschlägereien in deutschen Asylunterkünften statt, auch in den Tempelhof-Hangars.

Massenschlägereien in Berlin

Bei der Massenschlägerei in den Tempelhof-Hangars am Wochenende wurden 23 Personen festgenommen
Bei der Massenschlägerei in den Tempelhof-Hangars am Wochenende wurden 23 Personen festgenommen
Foto: ODD ANDERSEN/AFP/Getty Images)

Am Sonntag kam es zu Auseinandersetzungen zwischen 300 Afghanen und Syrern in den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof, als die Polizei mit 120 Einsatzkräften eintraf. Es wurden 23 Randalierer festgenommen, berichete die "Junge Freiheit". Die Schlägerei entstand aus Rangeleien bei der Essensausgabe, als einige Migranten sich vordrängeln wollten, so der Heimleiter Michael Elias. Die Sicherheitskräfte konnten vorerst eine Eskalation verhindern. Eine halbe Stunde später war aber nichts mehr zu retten. Ein Mann fühlte sich derart benachteiligt, dass er vor lauter Rage sein Hemd zerriss. Immer mehr Raufbolde mischten sich ein. Mit Bierbänken, Stühlen und Fäusten gingen sie aufeinander los. Es wurden zwei Wachmänner und ein Insasse verletzt.

Innensenator Henkel (CDU) warnte vor einer Eskalation der Konflikte: "Hinter diesem Konfliktpotential steckt eine Gefahr für den sozialen Frieden in unserer Stadt. Das gilt vor allem mit Blick auf den Winter. Es reicht nicht aus, einfach nur alle Hallen vollzumachen. Darüber werden wir im Senat reden müssen", so der Politiker. Für ihn sei diese Gewalt "unerträglich", es gebe "Regeln in unserem Land." Mancher will sich nicht daran halten, "für den gibt es bei uns auch andere Unterkünfte. Mit verriegelten Türen und Fenstern."

In der Nacht davor hatte es in Spandau geknallt. Der Streit mehrerer Bewohner eines Asylheims wuchs schnell an. Immer mehr Migranten schlossen sich den Kämpfen an. Am Ende gingen sie mit Feuerlöschern aufeinander los und es entstand eine Panik, bei der an die 1.000 Bewohner aus dem Gebäude flüchteten. Möbelstücke und Fenster wurden zerstört, sieben Personen kamen ins Krankenhaus. Die Polizei war mit 80 Beamten vor Ort.

Unruhen in Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein

In einer mit 700 Asylbewerbern bewohnten ehemaligen Bundeswehrkaserne in Klietz, Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt, gerieten mehrere Syrer aneinander. Bei den Unruhen wurden acht Personen verhaftet. Es soll Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung geben.

Auch im Norden Deutschlands gerieten in Itzehoe etwa zwei Dutzend junge Syrer und Afghanen aneinander. Die Polizei musste mit 50 Beamten anrücken, um die Massenschlägerei zu beenden. Es gab fünf Verletzte.

Die Lage ist landesweit mehr als angespannt, die Zustände in den Asylunterkünften oft desaströs. Die Bewältigung der Menschenmassen scheint nicht mehr realisierbar. Unter diesen Bedingungen arten Kleinigkeiten in Streitereien aus, diese entwickeln sich zu Massenschlägereien. Irgendwann könnte es auch zu Aufständen kommen. (sm)

Flüchtlingsunterkunft in Hamburg, undercover im September 2015



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