Ministerpräsident Ramelow ärgert sich über Antifa: „Es kotzt mich an, wie arrogant ihr seid“

Im Umfeld der Verleihung des "Mosaik"-Preises für Menschen, die sich für die Einbeziehung Behinderter ins gesellschaftliche Leben engagieren am Samstag in Halle, kam es zu Propaganda-Aktionen linker Antifa-Aktivisten, welche die Veranstaltung für die Verbreitung ihre Parolen ausnutzten. Thüringens Ministerpräsident Ramelow (Die Linke) fand das ...

„Es kotzt mich an, wie arrogant ihr seid“, sagt er zu den linken Autonomen. „Das ist so eine intolerante Aktion!“. Als der Regierungschef bemerkte, dass er mit einem Handy aufgenommen wurde, griff er danach. An dieser Stelle endet der Film abrupt, den mehrere Zeitungen am Sonntag in ihren Online-Ausgaben zeigten.

Aufgenommen wurde die Szene am Samstag im Stadthaus von Halle. In Sachsen-Anhalt wurde der mitteldeutsche Inklusionspreis „Mosaik“ vergeben. Dieser zeichnet Menschen aus, die sich für die Einbeziehung Behinderter ins gesellschaftliche Leben einsetzen.

Dieses Forum nutzten Autonome, um ihre Parolen zu propagieren.

Ramelows Sprecher dazu:

„Einige haben das Gastrecht der Veranstalter missbraucht, um den Ministerpräsident in inakzeptabler Weise zu belästigen“, erklärte Ramelows Sprecher am Sonntag. „Das hatte schon Überfall-Charakter.“ Zuvor hatte Ramelow bei Twitter einen geplanten Antifa-Aufmarsch vor dem Privathaus des AfD-Landeschefs Björn Höcke scharf verurteilt.

Ramelows Auftritt in Halle stößt im Netz durchaus auf Verständnis. Kritiker werfen ihm allerdings vor, Kraftausdrücke seien unpassend für das Amt. Es ist nicht das erste Mal, dass Ramelow aus der Rolle fiel. So hat er in der Vergangenheit auf Twitter Italiens Ex-Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi einen „Dreckarsch“ genannt. (dpa/sm)