Mord in Kandel: Mias Eltern hatten Abdul „wie einen Sohn aufgenommen“ – Anzeige, Gefährderansprache und Alterszweifel

Die Familie nahm Abdul auf wie einen Sohn. Doch nach dem Beziehungs-Aus war seine tödliche Eifersucht grenzenlos.

Die Familie nahm ihn auf wie einen Sohn, versuchten, ihn in bei sich zu integrieren. Doch nach dem Beziehungs-Aus war seine tödliche Eifersucht grenzenlos. Nun zweifelt der Vater des Mädchens am Alter des angeblich Minderjährigen aus Afghanistan …

„Wir haben ihn aufgenommen wie einen Sohn …“

(Vater der ermordeten Mia, 15)

Dies sagte der verzweifelte Vater des Mädchens der „Bild“ gegenüber. Die Eltern von Mia können es immer noch nicht fassen. Sie haben ihre noch so junge Tochter für immer verloren …

Entsetzen in Kandel

Kandel, eine Kleinstadt in der Pfalz, 9.000 Einwohner: Am Mittwochnachmittag, 27. Dezember 2017, kommt es im örtlichen DM zu einer schrecklichen Bluttat. Ein 15-jähriges Mädchen wird vor ihren Freunden, Kunden und Mitarbeitern des Drogeriemarktes von einem jungen Mann niedergestochen.

Umringt von anderen Jugendlichen liegt Mia (15) blutend auf dem Boden in der Kosmetikabteilung des DM-Marktes. Jemand ruft verzweifelt „Bleib da!“ und „Mia! Bleib wach!“, erinnert sich die Zeugin Diana Jäger (31).

Die von zahlreichen Messerstichen schwer verletzte Schülerin stirbt kurz darauf im Krankenhaus. Der Mörder, ein angeblich 15-jähriger afghanischer Flüchtling, ist der Ex-Freund des Mädchens. Er wird verhaftet, schweigt zur Tat. Nach der Tat habe er „dreckig gegrinst“, erinnert sich Diana Jäger an den schrecklichen Moment …

Diese sogenannte „Beziehungstat“ war schon die dritte innerhalb von zehn Tagen, bei der junge Flüchtlinge den Tod ihrer deutschen Ex-Freundinnen wollten.

Vater zweifelt am Alter des Täters

Abdul D. stellte sich bei Mia und ihren Eltern als 15-jähriger unbegleiteter Flüchtling vor. Der geschockte Vater bezweifelt nun, dass dies das wirkliche Alter des Afghanen ist.

Er ist nie und nimmer erst 15 Jahre alt. Wir hoffen, dass wir durch das Verfahren jetzt sein wahres Alter erfahren.“

(Vater des Opfers)

Dies wird auch für das zu erwartende Strafmaß nach einer Verurteilung maßgebend sein. Nach Jugendstrafrecht könnte der Täter mit bis zu zehn Jahren davonkommen, schreibt „RTLnext“. Doch Mia bleibt für immer tot. Nie wieder werden die Eltern das Lächeln ihrer Tochter sehen können.

Erinnerungen an die Altersfrage im aktuell laufenden Freiburger Mordprozess an der 19-jährigen Medizinstudentin Maria Ladenburger werden wach. Auch hier hatte sich der afghanische Mörder und Vergewaltiger als Minderjähriger ins Land geschlichen. Sein tatsächliches Alter könnte erheblich höher sein …

War das Verbrechen zu verhindern?

Seit Anfang Dezember war die mehrmonatige Beziehung der 15-Jährigen aus Kandel mit dem möglicherweise um einiges älteren Afghanen aus. Doch er gab einfach keine Ruhe. Immer wieder suchte er den Kontakt zu Mia, über Telefon, über die sozialen Medien, bedrängte sie. Mias Vater sagte der „Bild“:

Er hat Mia gestalkt und war eifersüchtig.“

(Mias Vater)

Bereits vor zwei Wochen erstatteten Mias Eltern Anzeige gegen Abdul D. – wegen Beleidigung, Nötigung und … Bedrohung. Doch der Afghane folgte der Vorladung der Polizei nicht.

Am Vormittag vor der Tat bekam er dann die zweite Einladung von der Polizei – persönlich überreicht. Dass der Afghane Schlimmes plante, konnte aber offenbar niemand ahnen … Oder doch?

Er hat nach unseren Erkenntnissen gesagt, dass er sie abpasst.“

(Eberhard Weber, Vizepolizeipräsident, PP Nordhessen)

Gefährderansprache der Polizei

Da es aber bis zum Zeitpunkt der Messer-Attacke im DM zu keiner körperlichen Auseinandersetzung kam und Abdul D. laut Weber auf die Beamten den Eindruck erweckte, „eine gewisse Einsicht“ zu zeigen, sieht die Polizei keine Versäumnisse bei sich, so die „Saarbrücker Zeitung“.

Laut „Bild“ wurde am 17. Dezember sogar eine Gefährderansprache der Polizei mit dem scheinbar 15-Jährigen durchgeführt. Am 18. Dezember gab es ein Gespräch in der Schule dazu, ein standardmäßiges Vorgehen in einem solchen Fall, heißt es.

Der Mörder kam als Hilfesuchender

Nachdem Abdul D. im April 2016 als unbegleiteter und angeblich minderjähriger Flüchtling aus Afghanistan eingewandert war, kam er nach seiner Registrierung in Frankfurt nach Germersheim, wo er bis September 2017 in einer Jugendhilfeeinrichtung lebte.

Im November wurde der Afghane (15??) auch polizeilich auffällig, als er auf dem Schulhof einen Jugendlichen prügelte, der ihn offenbar beleidigt hatte. Anschließend kam er ins 25 Kilometer entfernte Neustadt an der Weinstraße in eine betreute Jugendwohngruppe.

Die Entfernung zu Mia hatte sich dadurch von 22 auf 35 Kilometer erhöht. Doch dies war immer noch nicht weit genug entfernt, um dem Mädchen das Leben zu retten.

Bisher geht man davon aus, dass das Aufeinandertreffen von Mia und Abdul im 35 Kilometer von seinem Wohnort entfernten DM in Kandel zufällig geschah. Vielleicht. Doch den mörderischen Plan hatte der Afghane sehr wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt schon gefasst:

Im Drogeriemarkt stellte sich der Beschuldigte vor das Mädchen, nahm ein Messer und stach mehrfach auf sie ein.“

(Angelika Möhlig, Leitende Oberstaatsanwältin)

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