Nach Beschlagnahmung von Interviewmaterial: „Deutsche Welle“ klagt gegen türkisches Ministerium

"Wir fordern die türkische Seite nun auf dem Rechtsweg zur unverzüglichen Herausgabe unseres Videomaterials auf," heißt es in der Klage der "Deutsche Welle".

Die „Deutsche Welle“ hat beim Zivilgericht in Ankara Klage auf Herausgabe des Videomaterials eines Interviews gegen das türkische Sportministerium eingereicht. Das berichtet der Auslandssender in eigener Sache. Hintergrund ist ein Interview für die DW-Sendung „Conflict Zone“ mit dem türkischen Minister für Jugend und Sport, Akif Cagatay Kilic, am 5. September.

Unmittelbar nach der Aufzeichnung ließ Kilic das Videomaterial konfiszieren. Eine von der DW auf den folgenden Vormittag gesetzte Frist für die Herausgabe des Materials ließ das türkische Ministerium ebenso verstreichen wie eine danach durch Rechtsanwälte der DW gesetzte zweite Frist, berichtet der Sender weiter.

„Dieser Vorgang hat mit Rechtsstaatlichkeit und Demokratie nichts mehr zu tun“, so DW-Intendant Peter Limbourg. „Wir fordern die türkische Seite nun auf dem Rechtsweg zur unverzüglichen Herausgabe unseres Videomaterials auf.“

(dts Nachrichtenagentur)

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