Nach Wahlpanne in Sachsen-Anhalt: AfD erhält ein Mandat mehr

Ob nun Zufall oder nicht, lässt sich kaum noch feststellen. Fakt ist jedoch, dass bei der Auszählung der Stimmen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 337 Stimmen für die AfD der Alfa-Partei zugeschrieben wurden. Nach Korrektur durch die Landeswahlleitung wandert nun ein Mandat von der Linkspartei zur AfD, da Alfa die Fünf-Prozent-Hürde ohnehin nicht geschafft hatte.

Es soll sich um 337 Stimmen gehandelt haben, die bei der Auszählung fälschlicherweise der Alfa-Partei zugeordnet wurden. 

Pech für die Linken, die nun einen Sitz wieder abgeben müssen und letztendlich mit 16 Abgeordneten im Landtag von Sachsen-Anhalt vertreten ist. Betroffen von dem Sitzverlust ist der bereits gewählte Parlamentarische Geschäftsführer Guido Henke. Dies teilte die Wahlleitung mit. Die Linkspartei bestätigte inzwischen auch den Verlust.

"Es steht fest, dass wir nun zwölf Abgeordnete weniger haben. Das sind viele schmerzliche Verluste an Fachkompetenz", meinte der Linken-Fraktionschef Swen Köchel, nach Angaben der "Mitteldeutschen Zeitung". Er selbst habe beim Vergleich des vorläufigen mit dem amtlichen Endergebnis in Halle festgestellt, dass 337 Stimmen falsch zugeordnet worden waren. Außerdem gehe er davon aus, dass die Landeswahlleiterin sorgfältig gearbeitet habe, schreibt die "Junge Freiheit".

Die AfD kassiert den Sitz und klettert auf 25 Mandate – Glück für Thomas Höse, der nun überraschend mit im Landtag sitzt. (sm)

Amtliches Endergebnis Sachsen-Anhalt:

CDU 29,8 % 30 Sitze
AfD 24,3 % 25 Sitze
Linke 16,3 % 16 Sitze
SPD 10,6 % 11 Sitze
Grüne 5,2 % 5 Sitze