Niedergang der Leit-Zeitungen? – Auflagenrückgang bei Bild-Zeitung, Spiegel und Co

Die deutschen Tageszeitungen müssen teils große Verluste hinnehmen. Die "FAZ" verliert im dritten Quartal 2015 über 13 Prozent ihrer Leserschaft. Auch die "Bild" muss Einbußen verkraften.

Die deutschen Leit-Zeitungen verlieren ihre Leser, dies bestätigt eine Statistik der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V (IVW), berichtet die Junge Freiheit

Den Auswertungen der IVW zufolge, sind die verkauften Auflagen der großen deutschen Zeitungsverlage im dritten Quartal diesen Jahres deutlich gesunken.
Die Bild-Zeitung verkaufte in 2015 bislang 200.000 Exemplare weniger als in 2014 und verlor in einem Jahr 9,5 Prozent ihrer Leserschaft. Aktuell verkauft das Blatt, ein Produkt aus dem Springer-Verlag, 2,2 Millionen Ausgaben. Auch die Bild am Sonntag muss 6,5 Prozent weniger Leser verkraften. Seit 2010 verliert die Bild-Zeitung kontinuierlich ihre Leserschaft. 
Auch andere deutsche Tageszeitungen verzeichnen einen Leser-Rückgang. So liegen die Verkaufszahlen der Frankfurter Allgemeinen (FAZ) bei minus 13,5 Prozent und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagsausgabe bei minus 12,8 Prozent. Die beiden Ausgaben verloren seit 2010 jeweils 25 Prozent ihrer Leser.
Die Berliner Morgenpost büßte 15,7 Prozent ihrer Leser ein. Die Welt verlor 5, die Welt am Sonntag 0,2 Prozent Leser. Der Spiegel muss 5,57 Prozent und die Berliner Zeitung 5,9 Prozent weniger Leser hinnehmen. 
Auch die taz muss einen Rückgang der Leser verkraften, dort sind es 5,2 Prozent. Die Wochenzeitung "Die Zeit" büßte hingegen nur 0,1 Prozent und die Süddeutsche Zeitung zwei Prozent Leser ein.
Der Abwärtstrend betrifft aber nicht jeden: Die Junge Freiheit konnte ihre Auflage im dritten Quartal um etliches steigern. Die Wochenzeitung schaffte es, mehr als acht Prozent neue Leserschaft zu gewinnen. (so)