Nordbayrischem Buchautor werden „skandalöse Entgleisungen“ vorgeworfen – Nennt Flüchtlinge „Asyl-Erpresser“

„Skandalöse Entgleisungen“ werden dem Nürnberger Schriftsteller Godehard Schramm vorgeworfen. In seinem neuesten Buch geht er auch auf die Flüchtlingsthematik ein - nicht ganz ohne Folgen, denn eine Bürgerbewegung entrüstet sich.

„Skandalöse Entgleisungen“ werden dem Nürnberger Schriftsteller Godehard Schramm vorgeworfen. Die Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken meint, dass seine Aussagen zum Thema Flüchtlinge und Flüchtlingspolitik in seinem neuen Buch „an der Grenze zur Volksverhetzung“ stehen, berichtet das Magazin „Nordbayern“.

In seinem Buch „WeitLandWeitGroßstadtlosGroß“, welches in erster Linie ein Portrait des Landkreises Neustadt/Aisch darstellt, geht der Autor im vorletzten Kapitel auf die Flüchtlingsthematik ein. Er schreibt hier  unter anderem: „Meiner Meinung begann das Unheil der unbewaffneten Invasion Europas damit, dass Papst Franziskus auf die Insel Lampedusa reiste und alle, die da übers Meer kamen, als Flüchtlinge auf der Stelle schon zu Lebzeiten selig sprach. (…)

Ich bezeichnete diese Abhauer aus verschiedenen afkrikanischen Ländern sowie aus Syrien als Asyl-Erpresser oder Einwanderungs-Einbrecher, die mit nichts anderem bewaffnet als ihrer nackten Existenz bei der Ankunft uns ihre leibeigene und leibhaftige Pistole auf die Brust setzen und uns mit ihrem Schicksal nötigen, ihnen auf der Stelle ein besseres Leben zu ermöglichen. Mittlerweile steht uns das Invasions-Hochwasser bis zum Hals und es wird nicht mehr lange dauern, bis staatliche Blockwarte nicht ständig von uns genutzte Wohnräume beschlagnahmen. Denn dieses menschliche Hochwasser spült auch Terroristen unerkannt ins Land. Guter Rat wird immer teurer.“

Wie Nordbayern berichtet, lösten diese Passagen bei der Bürgerbewegung einen „Sturm der Entrüstung aus“: Sie kommentierten: „Hier werden Menschen, die in Not aus ihrer Heimat fliehen, verächtlich gemacht, mit Zynismus und Häme bedacht, pauschal diffamiert und beleidigt.“

Der Autor dagegen beruft sich auf die Meinungsfreiheit und betont, er habe seine Worte mit Bedacht gewählt. In seinen Zeilen sehe er eine  „kritische, Widerspruch herbeirufende Darstellung in einem komplexen Zusammenhang“. Schramm ist Träger des Wolfram-von-Eschenbach-Kulturpreises des Bezirks Mittelfranken und des Friedrich-Baur-Preises der Akademie der Schönen Künste. (mcd)