NPD kommt bei Kommunalwahl in Büdingen auf 14 Prozent

Die NPD hat bei der Kommunalwahl im mittelhessischen Büdingen mehr als 14 Prozent erzielt. Die AfD war in Büdingen nicht angetreten. Landesweit wurde die AfD drittstärkste Kraft.

Hohe Ergebnisse erzielte offenbar die NPD in Hessen. War die AfD nicht vertreten, profitierte die NPD entsprechend. So erzielte die NPD im mittelhessischen Bündingen 14 Prozent.

Im Vergleich mit dem Trendergebnis vom Sonntag legte die rechtspopulistische Partei seit 2011 um 12 Prozentpunkte zu. Im Stadtteil Michelau wurde die NPD sogar mit 31 Prozent zur stärksten Kraft.

In diesem Zusammenhang wichtig zu erwähnen ist, dass Bündingen mit seinen 21.000 Einwohnern eine der größten Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylbewerber in Hessen hat.

Bei den Wahlen haben die beiden großen Parteien CDU (21,8 Prozent) und SPD (18,3 Prozent) deutlich an Stimmen verloren. Als Gewinner im Wetteraukreis gingen die Freien Wähler mit 27 Prozent hervor. Die AfD war in Bündingen nicht angetreten.

Gewinner und Verlierer in Hessen

In Wetzlar erzielte die NPD 9,6 Prozent. Der Wetzlarer AfD-Chef Müch äußerte, er wolle keine Koalition anstreben, berichtet die "Hessenschau". 

Landesweit seien CDU und SPD fast gleichauf. Drittstärkste Kraft ist die AfD. Heimlicher Gewinner aber sei die FDP.

Den größten landesweiten Verlust von allen Parteien verzeichnen die Grünen mit einem Minus von 6,7 Prozent. (dk/dpa)