Pegida „Mistgabel“-Skandal: Festerling geißelt „Wahrheitsverdreher von der Lügenpresse“

Wegen ihres „Mistgabel“-Satzes von vergangener Woche wurde Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling wegen Volksverhetzung angezeigt. Ihr Konter: Sie lasse es auf den Prozess ankommen. Die internationalen Medien sollten sehen, dass in Deutschland heutzutage ein politischer Schauprozess wegen eines rhetorischen Bildes geführt werde – "mit Methoden von 1933".

Die Mistgabel: „Es ist das Werkzeug der Arbeiter und Bauern und spielte schon immer bei Volksaufständen eine Rolle“, so eröffnete Festerling ihre heutige Rede auf dem Dresdener Neumarkt.

Wegen ihres „Mistgabel-Gedankenspiels“ hätten sie der Geschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Deutsche Journalistenverband jetzt wegen Volksverhetzung angezeigt, so Festerling. Riesiger Pfui-Chor und Pfiffe, die in „Lügenpresse!“-Rufe umschlagen.)

Sie erklärt, dass sie in Leipzig einen historischen Vergleich gezogen habe und die Mistgabel als rhetorisches Bild gebraucht habe. Dass dies nun als ein Aufruf zur Gewalt aufgefasst werde, sei eine Frechheit. „Pegida war, ist und bleibt friedlich. Wir haben Übergriffe immer verurteilt“, so Festerling.

„Wenn jedoch selbst Vergleiche nicht mehr erlaubt sein sollen, welchen Geist offenbaren dann eigentlich diese Leute, die ja grade auf die Pressefreiheit und damit auf die Meinungsfreiheit pochen?“

Das ist gängige Praxis in Bananenrepubliken!“

„Die dürfen uns hier ungestraft verleumden, uns sogar drohen“, sagt Festerling über die andere Seite in Medien und Politik. Man erinnere sich nur an den Mainzer Professor, der dazu aufgefordert habe, Pegida mit Wasserwerfern einschüchtern zu lassen.

Apropos Recht: Innerhalb von wenigen Wochen haben drei Verfassungsrichter die Verstöße gegen das Grundgesetz seitens der Merkel-Regierung bestätigt. Die Journalisten hätten sich jedoch überhaupt nicht dafür interessiert.

Merkel verletzt unter anderem vorsätzlich das Aufenthaltsgesetz, den Artikel 16 a Absatz 2 des Grundgesetzes und natürlich das Dublin 3 Abkommen.“

„Die gefährlichste Frau der Welt ignoriert nicht nur bestehende Gesetze, sie handelt sogar völlig ohne parlamentarische Beschlüsse. Und das interessiert den Hauptgeschäftsführer der deutschen Zeitungsverleger natürlich nicht. Das interessiert auch nicht die linken Sensibelchen des Journalistenverbandes,“ so Festerling.

Sind wir hier in Nordkorea, oder was?“

Die ehemals vierte Gewalt im Staat, die Medien, hätten sich längst „ins willfährige Merkel-Hofberichtserstattungs-Ministerium“ verwandelt.

„Trotzig wie Merkel und immer aggressiver, beschallt dieser Apparat das Volk mit Regierungs-Propaganda – und vorsätzlich verschweigt und unterschlägt er Informationen. Informationen die – um Gottes Willen! – den Rechten in die Hände spielen könnten.“

„Sind wir hier in Nordkorea, oder was? Wir haben es mit gezielter Irreführung der Menschen zu tun!", ruft sie und fügt hinzu: „Und diese Wahrheitsverdreher von der Lügenpresse stellen jetzt Strafanzeige wegen Volksverhetzung!“

Festerling sagt, sie lasse es auf den Prozess ankommen. Die internationalen Medien sollten sehen, dass in Deutschland heutzutage ein politischer Schauprozess wegen eines rhetorischen Bildes geführt werde – mit Methoden von 1933.

Pegida hält die Mistgabel hoch: Rechts Siegfried Daebritz, links Tatjana Festerling.Pegida hält die Mistgabel hoch: Rechts Siegfried Daebritz, links Tatjana Festerling.Foto: Screenshot Youtube

Ablenkung vom Wesentlichen

Der Mistgabel-Skandal um Pegida sei ein Ablenkungsmanöver der Politik. Er solle ablenken vom „Caesaren-Wahn der Kanzlerin“, so Festerling. Merkel „agiert wie ein von Allmachts-Phantasien besessener römischer Imperator, der sich nur noch mit untertänigen Hofschranzen und Speichelleckern umgibt und jeglichen Kontakt mit der Lebenswelt der Bürger verloren hat.“ (Gigantischer „Merkel muss weg!“-Chor)

„Das Mistgabel-Muskelspiel soll ablenken von der Umvolkung durch massenweise unqualifizierte, Integrations-unwilliger Jungmuslime und der damit einhergehenden Destabilisierung und letztlich der Zerstörung Deutschlands und Europas“, so Festerling.

„Mistgabeln sind ein Symbol für Revolution – und nichts anderes brauchen wir hier in Deutschland!“, ruft Festerling. Sie fordert dazu auf, „die Mistgabeln im Kopf“ zubehalten. Sie schlägt vor, dass bei den nächsten Landtagswahlen wie in Baden-Württemberg im März „die Wahlurnen qualmen“ sollten. Denn es gebe aktuell in Deutschland keine parlamentarische Opposition.

Die einzige Opposition in Deutschland ist die Straße“

„Die einzige Opposition in Deutschland ist die Straße. Das sind wir, das ist Pegida und das ist die AfD. Und deshalb bekämpfen sie uns.“ Im Gegenzug zu denen, die die Gewalt finanzieren und sich mit Organisationen wie der Antifa gemein machen, sei Pegida eine friedliche Bewegung, die sich allein auf das Grundgesetz stütze und dessen Einhaltung fordere.

„Wir fordern von der Bundesregierung und dieser Durchgeknallten an der Spitze, dass sie sich gefälligst an Verträge, Regeln und Gesetzte zu halten haben“, so Festerling weiter.

Die Mistgabel stünde im übertragenen Sinne auch für das Ausmisten. „Raus mit dem Mist aus den Parlamenten“ fordert sie. „Wir werden nicht locker lassen und ihr werdet euch an uns die Zähne ausbeißen“, kündigt sie an die Eliten gerichtet an.

(Riesiger Chor: „Ausmisten! Ausmisten!“)

„Pegida war, ist und bleibt eine friedliche Bewegung!“, betont Festerling noch einmal – „trotz aller Rhetorik“

„Keine Gewalt! Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem anderen zu“, schloss sie ihre Rede.

Anmerkung der Redaktion: Festerlings umstrittenes Zitat von letzter Woche lautete:

„Wenn die Mehrheit der Bürger noch klar bei Verstand wäre, dann würden sie zu Mistgabeln greifen und diese volksverratenden, volksverhetzenden Eliten aus den Parlamenten, aus den Gerichten, aus den Kirchen und aus den Pressehäusern prügeln.“

(rf)

Zusammenfassung der Kundgebung hier im Live-Ticker.