Politik versagt: Deutsches Rentnerehepaar muss auf 13 Quadratmeter in Flüchtlingsheim leben

Ein deutsches Ehepaar muss in einer Flüchtlingsunterkunft leben, weil es nicht genug Sozialwohnungen in Deutschland gibt. Mit gemeinsamen 1250 Euro im Monat konnten sich die Langes ihre Wohnung nicht mehr leisten und wurden hinausgeklagt. Es gab nur mehr zwei Optionen: Flüchtlingsheim oder obdachlos.

Die Wohnsituation in Deutschland ist schwierig. Es gibt nicht genügend Wohnungen, vor allem Sozialwohnungen sind rar. Es fehlen Millionen. Durch die Massenzuwanderung hat sich die Lage noch weiter zugespitzt. Darunter leiden nun auch hilfsbedürftige Deutsche.

Wie „Die Welt“ berichtet, sei in den vergangenen fünf Jahren der Bestand von Sozialwohnungen allein in Nordrhein-Westfalen um 50.000 und landesweit um 477.000 geschrumpft. In 1979 gab es demnach noch mehr als 1,6 Millionen Sozialwohnungen.

Deutsches Ehepaar lebt in 13 Quadratmeter-Behausung

Das Ehepaar Margitta und Uwe Lange bekommt das Versagen der Politik nun am eigenen Leib zu spüren. Eigentlich hätten sie Anspruch auf eine Sozialwohnung, doch es gibt nicht genug. Deshalb muss die Familie nun in einer Bonner Flüchtlingsunterkunft auf 13 Quadratmetern leben, so die „Welt“.

Dem Bericht zufolge müsse das Paar im Monat mit 1250 Euro auskommen. Uwe Lange würde als ehemaliger Staplerfahrer und Frührentner nur 600 Euro im Monat erhalten und seine Frau Margitta habe ihre Arbeit wegen einer Krebserkrankung aufgeben müssen. Aktuell lebe sie von 650 Euro Arbeitslosengeld II.

Die Miete ihrer Wohnung – 800 Euro im Monat – konnte sich das Paar laut „Welt“ nicht mehr leisten und wurde aus der Wohnung geklagt. Für die Langes bedeutete dies, entweder Flüchtlingsheim oder Obdachlosigkeit.

„Das ist kein Zuhause – auch nicht für Flüchtlinge“

In ihrer jetzigen Behausung würden nur zwei Feldbetten, zwei graue Stahlspinde, drei Stühle und ein kleiner Tisch stehen, berichtet das Paar der Zeitung. „Das ist kein Zuhause“, klagt die 60-Jährige. Dies gelte auch für die Flüchtlinge, die dort leben müssten.

Mit ihren ausschließlich ausländischen Nachbarn verstehe sich das Ehepaar gut, betont Frau Lange. Am Anfange habe sie Angst gehabt, aber die anfängliche Skepsis sei schnell verflogen. Die Flüchtlinge hätten den Langes ihre Hilfe angeboten und versucht mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Inzwischen sehe Frau Lange keinen Unterschied mehr zwischen Ausländern und Einheimischen. Es gebe genauso wie bei den Deutschen auch „Gute und Schlechte.“