Religionsunterricht: 12-Jährige besuchen Dresdener Moschee – Polizei war da „um Asylanten zu schützen“

Im Rahmen des Religionsunterrichts besuchten Schüler in Sachsen eine Moschee in Dresden. Wer ein Moschee-Gebäude im klassischen Sinn erwartet hatte, wurde enttäuscht. Kein Prachtbau, keine Kuppeltürmchen - das Gebäude mutet in Wirklichkeit eher wie eine Hinterhof-Moschee an, inklusive Polizeipräsenz.

Eine Epochtimes-Reporterin besuchte kürzlich mit einer 7. Klasse einer sächsischen Gesamtschule die Alfaruq-Moschee des Islamischen Zentrums in Dresden. Der Ausflug fand im Rahmen des Religionsunterrichts statt, nach Angaben des Lehrers wird diese Moschee offenbar regelmäßig von Schulklassen besucht.

Laut Angaben der gemeindeeigenen Webseite handelt es sich bei der Alfaruq-Moschee in Dresden-Cotta um die älteste Moschee in Ostdeutschland. Die islamische Gemeinde Dresden wurde in den 80er Jahren in der DDR von Studenten und Vertragsarbeitnehmern gegründet, heißt es dort. 

Die Webseite wirft allerdings ein verfälschendes Bild auf das Zentrum. Wer ein Moschee-Gebäude im klassischen Sinn erwartet hatte, wurde enttäuscht. Kein Prachtbau, keine Kuppeltürmchen – nichts, was auch nur ansatzweise orientalisch wirken könnte. Das Gebäude des Islamischen Zentrums Dresden mutet in Wirklichkeit eher wie eine Hinterhof-Moschee an, inklusive Polizeipräsenz.

Polizei ist da „um Asylanten zu schützen“

Wegen der Schulklasse seien sie nicht da, beantworteten die Polizisten im Streifenwagen die Frage der Reporterin, sondern sie seien hier, „um Asylanten zu beschützen“. Eine bemerkenswerte Antwort, denn weit und breit waren keine „Asylanten“ zu sehen.

Unsere Reporterin wollte wissen, was man den Kindern bei dem Moschee-Besuch vermittelt; sie gab sich nicht zu erkennen. Der sächsische Bildungsplan fordert keinen Besuch einer solchen Stätte, die Entscheidung darüber obliegt der Schule und dem entsprechenden Lehrer.

Die Moschee, die aus unrenovierten Räumen in einem baufällig anmutenden Gebäude besteht, wird nach Aussagen des Imam nur von Spendengeldern finanziert.

Was geschah?

Nachdem die Kinder ihre Schuhe ausgezogen hatten, wurden sie in den Gebetsraum geführt, wo sie auf dem Boden hockend den Erklärungen des aus Ägypten stammenden Imam über die islamische Religion lauschten.

Der Imam erklärte einige grundsätzliche Aspekte der Religion, wie das Gebet, Glaubensbekenntnis, Ramadan und die Pilgerfahrt nach Mekka. Es folgten Ausführungen über Allah und Muhammad, dann durften die Kinder Fragen stellen. Politische Aspekte des Islam kamen nicht zur Sprache, die Kinder hatten auch keine Fragen dazu. Statt dessen wurden Flyer verteilt, die den Islam und Auszüge aus dem Koran näher erklärten.

Auch die rituelle Reinigung, die Bestandteil des muslimischen Glaubenslebens ist, wurde gezeigt. Diese soll den Muslim körperlich, seelisch und mental auf das Stehen vor Allah vorbereiten. Die äußerliche Reinigung geschieht dabei durch die Waschung von Gesicht, Armen und Füßen. Im angrenzenden Waschraum zeigte der Imam dies ausführlich. Die innere Reinigung erfolgt durch das darauf folgende Gebet.

Zum Abschluss des Besuchs wurden die Kinder Zeugen eines der täglichen 5 Pflichtgebete eines Muslimen. Vor der Gebetsnische der Moschee – Richtung Mekka gewandt, versammelten sich der Imam und drei gläubige Männer, um sich niederzuwerfen und zu beten. Vorher hatte bereits der Gebetsrufer im Nebenraum das Vorhaben angekündigt.

Verbindung zur Muslimbruderschaft?

Auf ihrer eigenen Webseite spricht sich das Islamische Zentrum Dresden für ein „MITEINANDER für Toleranz und Integration, gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung“ aus. Zu seiner Aufgabe gehöre unter anderem die kulturelle und religiöse Verständigung in der Gesellschaft, heißt es dort.

Weniger bekannt ist, dass es vor drei Jahren schwere Vorwürfe gegen diese Moschee gab. Islamkritiker und Politologe Hamed Abdel-Samad erklärte damals in der ZDF-Sendung „Frontal21“ dass die Dresdner Alfaruq-Moschee Verbindung zur Muslimbruderschaft habe.

„Ich weiß, dass dieses Zentrum für Themen wie Gazakrieg, wie Syrienkrieg seit langer Zeit mobilisiert“, zitierten die DNN die Aussagen Abdel-Samads aus der Sendung. Die Muslimbruderschaft sei die „Mutter aller islamistischen Bewegungen“, so der Wissenschaftler, „die Mutter des Terrorismus weltweit und auch die Mutter der Finanzierung des Dschihad weltweit“.

Ahmed Aslaoui, der stellvertretende Vorsitzende des Islamzentrums, äußerte sich daraufhin gegenüber DNN: „Das ist die blanke Unwahrheit“. Der Verein sei Mitglied im Zentralrat der Muslime und habe keinen Kontakt zur Muslimbruderschaft.

Allerdings schließe noch nicht einmal der Verfassungsschutz direkten Kontakt zwischen dem Dresdner Verein und der umstrittenen Organisation aus, schreibt DNN. Eine solche Verbindung könnte es geben, wurde der Verfassungsschutz in dem Frontal-21-Beitrag zitiert.

Den Hintergrund des Fernsehbeitrags in der Sendung „Frontal21“ erklärt DNN folgendermaßen: Die zwei Dippoldiswalder Max P. und Samuel W. sollen zu Dschihadisten geworden sein und sich vor ihrer Abreise oft in dem Dresdner Islamzentrum und der zugehörigen Alfaruq Moschee aufgehalten haben. Noch zwei Tage vor ihrem Verschwinden sollen sie dort gewesen sein und in den Räumen des Vereins sogar mehrfach übernachtet haben. Damit steht der Vorwurf im Raum, dass andere Besucher des Islamzentrums und der Moschee maßgeblich zu ihrer Radikalisierung beigetragen haben. „Das stimmt überhaupt nicht“, sagte Ahmed Aslaoui zu diesen Behauptungen, das ließe sich leicht prüfen. „Wir haben nichts zu verstecken.“

Wer war Al Faruq?

Al Faruq ist der Namensgeber der Moschee. In einer wichtigen Abhandlung über ihn aus dem Jahr 1985 von Halid Ünal, erschienen im ib-Verlag, wird erklärt, dass „Al Faruq“ (Der Scharfsinnige) der Bei- oder Ehrenname des sog. Zweiten der vier Rechtgeleiteten Kalifen war. Omar Ibn Al-Chattab (592-644) war sein richtiger Name. Die vier Rechtgeleiteten Kalifen traten die direkte Nachfolge von Mohammed an. Unter Al Faruqs Herrschaft breitete sich der Islam gewaltsam, das heißt mittels Eroberungsfeldzügen nach dem Vorbild Mohammeds über den gesamten Vorderen Orient aus. 

Al Faruq sei auch derjenige, der die Scharia erstmals als Staatswesen, Staatsverwaltung, Rechtsordnung und im Vollzug in den eroberten und islamisierten Gebieten umgesetzt hat und der dafür heute noch als Vorbild für Staat und Recht in der heutigen Zeit gilt. Danach haben sich alle, auch Nicht- und Andersgläubige nach Eroberung dem Islam zu unterwerfen, heißt es in dem Buch.

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