Schulz-Effekt: 14.203 SPD-Neumitglieder seit Jahresbeginn – mit 443.381 Mitgliedern größer als die CDU

Martin Schulz-Effekt: Die SPD hat seit Jahresbeginn 14.203 Parteieintritte verzeichnet. Die Partei ist mit ihren derzeit 443.381 Mitgliedern weiterhin größer als die CDU.

Die SPD hat seit Jahresbeginn 14.203 Parteieintritte verzeichnet. Das geht aus Zahlen hervor, die die „Welt“ bei den 16 SPD-Landesverbänden abgefragt hat. Demnach hat die Partei aktuell 443.381 Mitglieder und ist damit weiterhin größer als die CDU.

Gegenüber dem Wert zu Jahresbeginn ist das ein Plus von 3,3 Prozent. Der Parteienforscher Oskar Niedermayer sieht die Beliebtheit des SPD-Kanzlerkandidaten und -Vorsitzenden Martin Schulz als Grund für die steigende Zahl der Eintritte: „Es zeigt sich, dass es Martin Schulz gelungen ist, die Menschen flächendeckend anzusprechen“, sagte der Professor der Freien Universität Berlin.

Prozentual betrachtet ist dieser Schulz-Effekt in Berlin am stärksten. Um 8,3 Prozent stieg die Zahl der Mitglieder in der Hauptstadt an. Auch die SPD-Landesverbände in Sachsen (plus 6,9 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (plus 5,2) konnten sich über deutliche Zuwächse freuen. Mit 1,8 Prozent war der Anstieg der Mitgliederzahlen in keinem Bundesland so gering wie im Saarland.

Dort hatte die SPD am vergangenen Wochenende bei der Landtagswahl mit 29,6 Prozent ein für die Partei enttäuschendes Ergebnis eingefahren. In absoluten Zahlen liegt Nordrhein-Westfalen vorne. 3.600 Menschen sind dort seit Jahresbeginn in die Partei eingetreten.

Der SPD-Landesverband NRW hat nun rund 111.000 Mitglieder und ist weiterhin der größte. Die zweitmeisten Parteibeitritte gab es in Bayern und Niedersachsen (je 1.500). Es folgen Baden-Württemberg (1.445) und Berlin (1.413). (dts)

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