SPD will „Ehe für alle“ spätestens in nächster Wahlperiode

"Ich bin absolut sicher, dass die Ehe für alle spätestens in der nächsten Wahlperiode kommt", so SPD-Fraktionschef Oppermann. Das Thema habe für seine Partei eine "hohe Priorität".

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann erwartet spätestens nach der Bundestagswahl eine vollständige Gleichstellung Homosexueller in Fragen der Ehe.

„Ich bin absolut sicher, dass die Ehe für alle spätestens in der nächsten Wahlperiode kommt“, sagte Oppermann der „Frankfurter Rundschau“ (Samstagausgabe). Das Thema habe für seine Partei eine „hohe Priorität“.

Noch in diesem Monat wolle die SPDi einen Gesetzentwurf vorlegen, der die Ehe für alle vorsieht. Zudem solle das Thema im Koalitionsausschuss zur Sprache kommen. Bei der Ehe dürfe es nicht darauf ankommen, welche sexuelle Orientierung die Ehepartner haben, sagte Oppermann. Es gehe vielmehr „allein darum, dass zwei Menschen füreinander Verantwortung übernehmen wollen“. Es sei an der Zeit, „dass endlich auch die Union im 21. Jahrhundert ankommt“.

Gleichgeschlechtliche Paare können in Deutschland bislang nur eine eingetragene Lebenspartnerschaft schließen. Eine im Januar von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes veröffentlichte repräsentative Studie hatte ergeben, dass 83 Prozent der Befragten der Meinung waren, eine Ehe zwischen zwei Frauen oder zwei Männern sollte erlaubt sein. (afp)

Kommentieren
Werte Leserinnen und Leser!
Konstruktive Kommentare sind für uns alle ein Gewinn.
Es gab schon viele Zuschriften, von denen wir sehr profitiert haben und dafür möchten wir Ihnen danken. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns gemeinsam die Kommentarfunktion schätzen und sich mit allzu rabiaten Äußerungen zurückhalten. Als Medium können wir die Nachrichtenlage nicht ändern. Aber wir können gemeinsam einen kühlen Kopf bewahren.