Tauber: CDU ist „Sammlungsbewegung“ für Menschen verschiedenen Glaubens

"Wer unsere Werte und Überzeugungen teilt, der ist aufgefordert, mitzumachen - egal, welcher Herkunft er ist oder welchen Glauben er lebt", schreibt Tauber.

CDU-Generalsekretär Peter Tauber will seine Partei als „Sammlungsbewegung“ für Menschen unterschiedlicher Herkunft und verschiedenen Glaubens positionieren. Das geht aus Taubers Gastbeitrag „Wo die CDU steht“ für die „Welt“ hervor. Tauber bezieht sich mit dem Begriff „Sammlungsbewegung“ auf einen der Gründungsaufrufe der CDU.

„Wer unsere Werte und Überzeugungen teilt, der ist aufgefordert, mitzumachen – egal, welcher Herkunft er ist oder welchen Glauben er lebt“, schreibt Tauber in dem Zehn-Punkte-Papier. Das C schließe niemanden aus, sondern sei „ein Orientierungspunkt und eine Einladung. Auch an die, die unseren christlichen Glauben nicht teilen“, so der CDU-Generalsekretär weiter.

„Christdemokraten sind stolz auf unser Land. Die Bundesrepublik ist das beste Deutschland, das es je gab“, schreibt Tauber. „Frauen und Männer aus unseren Reihen haben dazu in den Städten und Dörfern, den Ländern, dem Bund und in Europa ihren Beitrag geleistet.“ Das deutsche Volk lebe seit über 70 Jahren in Frieden – länger als je zuvor in der deutschen Geschichte. „Die Deutschen sind frei und haben sich einen Wohlstand erarbeitet, den die Generationen vor uns nie kannten.“

Daraus erwachse die Verpflichtung, „unserem Land auch weiter treu zu dienen. Patriotismus und die Liebe zu unserem Vaterland finden durch das C für uns dabei eine klare Grenze nach rechts.“ Tauber ruft seine Partei auf, sich programmatisch nicht an der AfD zu orientieren. „Wenn es neuen Parteien wie der AfD gelingt, mit rechtspopulistischen Forderungen, die unseren Grundüberzeugungen zentral widersprechen, Zuspruch bei Bürgerinnen und Bürgern zu finden, dann darf die CDU sich programmatisch nicht danach ausrichten.“

Stattdessen müsse die CDU immer wieder neu und stärker für ihre Überzeugungen werben. „Die AfD will unsere Gesellschaft spalten und Deutschland abschotten. Sie wendet sich unter anderem gegen die Religionsfreiheit, gegen die Pressefreiheit und gegen die Meinungsfreiheit.“ Sie grenze Menschen aus, weil sie „anders“ seien. „Damit bekämpft die AfD elementare Überzeugungen der CDU und Errungenschaften unseres Landes.“ Die Christdemokraten stünden auch im Wettbewerb mit allen anderen demokratischen Parteien.

Die CDU dürfe nicht den Eindruck erwecken, „sie richte sich in ihren Koordinaten nach anderen“. Der Generalsekretär bekräftigte, dass eine sich verändernde Gesellschaft etwas „Verbindliches und Verbindendes“ brauche: „Und für uns Christdemokraten ist das die deutsche Leitkultur. Sie ist mehr als nur das Grundgesetz. Es sind die Werte, die das Zusammenleben in unserem Land ausmachen – beispielsweise, dass wir eine Aufsteigergesellschaft sind, dass sich Leistung lohnt, dass wir stolz auf Schwarz-Rot-Gold sind.“

Die Notwendigkeit einer Leitkultur hätten auch andere Parteien erkannt. „Hier hat die CDU einen Kulturkampf gewonnen.“ Tauber schreibt: „Wir wollen keine andere Republik. Aber wir wollen Veränderungen eine gute Richtung geben, damit die unser Land prägenden Werte, die auch im Grundgesetz verankert sind, Bestand haben.“ Tauber bekräftigt zudem, dass sich die CDU weiter für „freien weltweiten Handel“ einsetze und Protektionismus ablehne. „Die deutsche Volkswirtschaft profitiert von offenen Grenzen und freiem Handel.“ Die soziale Marktwirtschaft gebe auch in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung den „richtigen ordnungspolitischen Rahmen“ vor.

(dts Nachrichtenagentur)

Schlagworte