Umstrittene Asgaard-Mission: 25 deutsche Ex-Bundeswehrsoldaten als Sicherheitskräfte im Irak

"Der Einsatz von ehemaligen Bundeswehrsoldaten als bewaffnete Sicherheitskräfte im Irak, zumal wenn diese durch Hoheitszeichen suggerieren, in staatlichem Auftrag zu handeln, ist politisch sehr kritisch zu sehen," so Martina Renner (Linke), Mitglied des Bundestag-Innenausschusses.

25 deutsche Ex-Soldaten arbeiten derzeit als Sicherheitskräfte im Irak. Das schreibt die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf den Auftraggeber, das Sicherheitsunternehmen Asgaard.

Dirk Gassmann, operativer Leiter der Asgaard-Mission im Irak, zu BamS: „Wir sind die einzige registrierte deutsche Sicherheitsfirma im Irak und stoßen auf sehr großes Interesse auf irakischer Seite, aber auch von Botschaften.“

Laut Gassmann sind die deutschen Ex-Soldaten, unter ihnen ehemalige Fallschirmjäger, Gebirgsjäger und Panzergrenadiere, im Irak als Bodyguards für die Diplomaten eines bedeutenden und nicht unumstrittenen islamischen Landes beschäftigt.

Der Einsatzleiter: „Unsere Jungs sind mit modernen Handfeuerwaffen, Ersatzmagazinen, Helmen und Schutzwesten ausgestattet. Wir haben auch ein Maschinengewehr an Bord.“

Die Asgaard-Mission im Irak ist umstritten. Martina Renner (Linke), Mitglied des Bundestag-Innenausschusses, sagte der BamS: „Der Einsatz von ehemaligen Bundeswehrsoldaten als bewaffnete Sicherheitskräfte im Irak, zumal wenn diese durch Hoheitszeichen suggerieren, in staatlichem Auftrag zu handeln, ist politisch sehr kritisch zu sehen. Genau wie der Einsatz der Bundeswehr in Krisen- und Kriegsregionen. Bei Militär- und Sicherheitsfirmen ist der Grad zwischen Objekt- und Personenschutz zur Unterstützung von bewaffneten Kombattanten, Verstrickung in Waffenhandel und Söldnerei schnell überschritten.“ (dts)

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