Umstrittenes Schrottbuss-„Monument“ zieht jetzt von Dresden nach Berlin

Die Dresdner Schrottbus-Installation findet einen neuen Ausstellungsort. Das Projekt des Deutschsyrers Halbouni mit den drei senkrecht stehenden Buswracks soll an das zerstörte Aleppo erinnern.

Die umstrittene Dresdner Installation aus drei Buswracks findet einen neuen Ausstellungsort. Wie „Tag24“ mitteilt, zieht das „Monument“ am Montag nach Berlin weiter. Künstler Manaf Halbouni wir die Schrottbusse persönlich in die deutsche Hauptstadt bringen, wo sie zuerst vom Maxim Gorki Theater übernommen werden.

Anschließend werde in Berlin der gleiche Ämter-Marathon wie in Dresden stattfinden, um eine Aufstellung im „Berliner Stadtraum“ zu ermöglichen, so die Sprecherin des Gorki-Theaters, Xenia Sircar.

Wie das Blatt weiter berichtet, sollen die Installation im November als Teil des III. Berliner Herbstsalons, der in und um das Gorki-Theater stattfindet, in der Bundeshauptstadt gezeigt werden. Halbouni, der bereits am II. Herbstsalon teilgenommen hatte, kommt dieses Jahr mit seinem jetzt berühmten „Monument“ zurück.

Das Projekt des Deutschsyrers mit den drei senkrecht stehenden Buswracks soll an das zerstörte Aleppo erinnern. Die Aktion stand im Zusammenhang mit dem Dresdner Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs und an die Zerstörung der Stadt durch alliierte Bomber am 13. Februar 1945.

Die Buswrack-Installation ist jedoch umstritten, weil die Busse in Syrien nicht von Zivilisten, sondern von radikalen Islamisten aufgestellt wurden.

Der Abschied von Dresden wird durch ein Bürgerforum begleitet. Dieses findet am Sonntag ab 18 Uhr im Lichthof des Verkehrsmuseums statt. Mit dabei OB Dirk Hilbert und ein Zeitzeuge aus Aleppo. (mcd)

Siehe auch:

Brief an den OB: Dresdner Unternehmer bietet kostenlose Entsorgung der „Schrottbusse“ an

Umstrittene Buswracks in Dresden – Errichtet nach dem Vorbild von Islamisten-Barrikade in Syrien

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