Wolfgang Bosbach: „Ich glaube nicht, dass alle Flüchtlinge ihre Pässe verlieren“

Der CDU-Innenexperte äußerte sich auf Bayern 2 offen über seine Zweifel, dass Flüchtlinge ihre Pässe tatsächlich verlieren würden. Es sei doch wirklich interessant, dass fast alle ihr Smartphone dabei hätten, aber die Pässe unterwegs verlieren würden.

CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach hat nach dem Anschlag in Berlin eine Neujustierung der Flüchtlingsaufnahme gefordert. Laut „Focus“ sagte er auf Bayern 2: „Eine Maßnahme wäre zum Beispiel, dass wir niemanden mehr einreisen lassen mit völlig ungeklärter Identität, völlig ungeklärter Nationalität.“

Wie das Online-Magazin weiter berichtet, fordert Bosbach eine Rückkehr zur gesetzlich verankerten Drittstaatenregelung. Es bleibe die Frage, wann wieder zur „konsequenten Anwendung des geltenden Rechts“ zurückgekehrt werde.

Außerdem äußerte sich Bosbach offen über seine Zweifel, dass Flüchtlinge ihre Pässe tatsächlich verlieren würden. Es sei doch wirklich interessant, dass fast alle ihr Smartphone dabei hätten, aber die Pässe unterwegs verlieren würden. In dem einen oder anderen Fall kann das wohl schon geschehen sein, aber nicht bei 50, 60 oder 70 Prozent. Sie wüssten doch sehr genau, welche Bedeutung diese Papiere zum Identitätsnachweis hätten.

„Mit Flüchtlingen kamen auch Salafisten“ – Wolfgang Bosbach bei Peter Hahne:

Bosbach will sich künftig aus der Politik zurückziehen, so „Focus“. Es falle ihm schwer, gegen eine große Mehrheit der Parteiführung und auch der Fraktion zu argumentieren. Es hätte mit den voluminösen Hilfspaketen für Griechenland begonnen, er halte die Nullzinspolitik der EZB für eine faktische Enteignung der Sparer. „Ich möchte nicht die Kuh sein, die quer im Stall steht.“