Xavier Naidoo: SPD-Chef von NRW ruft zum Boykott des Sängers auf

Wieder wird Popstar Xavier Naidoo von einem Politiker kritisiert: Diesmal vom neuen SPD-Chef von NRW, Michael Groschek, der indirekt zum Boykott des Sängers aufrief.

Der neue Chef der SPD in Michael Groschek wurde gerade erst gewählt. Seine Rede auf dem Parteitag in Duisburg nutzte er zu Kritik an sogenannten „Reichsbürgern“ und Xavier Naidoo.

Groschek warf dem Popstar Nähe zu den Reichsbürgern vor:

Es sei schlimm, dass Reichsbürger, die die Demokratie ignorierten, zurück zum Deutschen Reich wollten und Rechtsradikale in ihren Reihen hätten, nun auch noch ihre „Bänkelsänger“ hätten, so Groschek laut „Rheinische Post“.

„Ich verstehe den Naidoo nicht“, so der SPD-Politiker weiter. „Die Distanzierung fehlt.“

Indirekt rief Groschek zu einem Boykott gegen Naidoo auf und forderte engagiertes Eintreten gegen Reichsbürger. „Keine Platten kaufen, sondern Platten umdrehen“, sagte er weiter.

Groschek war am Samstag auf einem außerordentlichen Parteitag der NRW-SPD zum Nachfolger von Hannelore Kraft gewählt worden. Er bekam 85,8 Prozent der Stimmen und hatte keinen Gegenkandidaten. Unter Kraft war er Bau- und Verkehrsminister von NRW gewesen.

Eine neue Welle von Kritik überrollte Xavier Naidoo seit dem Erscheinen des neuen Albums der „Söhne Mannheims“. Der darin enthaltene Song „Marionetten“ wurde zum Aufreger in Medien und Politik.

Siehe auch:

Original-Text des Aufreger-Songs „Marionetten“

Mannheims OB verlangt Erklärung für Xavier Naidoos „anti-staatliche Aussagen“

Xavier Naidoo sang gegen Satanisten, Pädophile und Kindermörder

(rf)