Zahl der Asylsuchenden aus der Türkei steigt – 80 Prozent Kurden

Von Januar bis November dieses Jahres wurden offenbar 5.166 Asylanträge türkischer Staatsbürger verzeichnet. Annähernd 80 Prozent seien Kurden.

Immer mehr Türken suchen Asyl in Deutschland. Das geht laut eines Berichts der Funke-Mediengruppe aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Parlamentsanfrage hervor. Danach wurden von Januar bis November dieses Jahres 5.166 Asylanträge türkischer Staatsbürger verzeichnet. Annähernd 80 Prozent seien Kurden.

Seit dem Putschversuch im Juli steigen die Zahlen laut Innenministerium deutlich an. So beantragten im November 702 türkische Staatsbürger Asyl in Deutschland. Im Januar waren es noch 119 gewesen.

Einen expliziten Zusammenhang mit dem Putschversuch will die Bundesregierung allerdings nicht herstellen. „Spekulationen zu möglichen Ursachen für den Anstieg der Zahlen nimmt die Bundesregierung nicht vor“, heißt es in dem Schreiben. Die Linkspartei reagiert auf die Zahlen mit scharfer Kritik an der deutschen Türkei-Politik. „Die Türkei ist alles andere als ein sicherer Herkunftsstaat oder ein Ort an dem Flüchtlinge eine sichere Bleibe finden können“, sagte die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion Ulla Jelkpe, den Funke-Zeitungen.

Zudem führe Ankara einen erbarmungslosen Krieg gegen die kurdische Bevölkerung. „Die Waffenexporte an das Erdogan-Regime müssen endlich gestoppt und der EU-Flüchtlings-Deal beendet werden“, forderte Jelpke. (dts)

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