Zur „Abschreckung“ Russlands: Panzergrenadiere der Bundeswehr feierlich nach Litauen verabschiedet

Die Nato will Russland durch die Stationierung von Kampfbataillonen in den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie in Polen abschrecken, so die Allianz.

Die zur militärischen Abschreckung Russlands nach Litauen entsandten Bundeswehrsoldaten sind am Donnerstag mit einem feierlichen Appell im bayerischen Oberviechtach verabschiedet worden.

Im Jahn-Stadion der in der Oberpfalz liegenden Stadt wurden die Soldaten des Panzergrenadierbataillons 122 im Beisein des stellvertretenden Inspekteurs des Heeres, Generalleutnant Carsten Jacobson, verabschiedet, wie ein Sprecher des Heeres sagte.

Ab Ende Januar sollen die ersten von geplant 400 bis 450 Soldaten auch tatsächlich nach Litauen verlegt werden. Die Verlegung erfolgt dabei in mehreren Phasen. Neben den Soldaten soll auch umfangreiches Material nach Litauen transportiert werden, darunter Schützenpanzer vom Typ Marder und Kampfpanzer vom Typ Leopard 2.

Die Nato will Russland durch die Stationierung von Kampfbataillonen in den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie in Polen abschrecken, so die Allianz. Es ist angeblich eine Reaktion auf Russlands Vorgehen im Ukraine-Konflikt. Deutschland hat dabei die Führungsrolle in Litauen.

Die bayerischen Panzergrenadiere stellen den personellen und materiellen Großteil des in den nächsten Wochen allmählich wachsenden Nato-Gefechtsverbandes in Litauen. Diesem werden auch Soldaten aus Belgien, den Niederlanden und Norwegen angehören. (afp/so)