20 Monate Haft: 17-jähriger Afghane vergewaltigte 72-jährige Seniorin

Das Landgericht Wiener Neustadt verurteilte heute einen jungen Afghanen wegen der brutalen Vergewaltigung einer alten Dame in Traiskirchen im September 2015.

Der Vorfall vom 1. September erregte wegen seiner Brutalität und Hinterhältigkeit großes Aufsehen, der Täter wurde per DNA-Test schnell im örtlichen Asyllager identifiziert.

"Aufgrund der Intensität des Verbrechens und der massiven Gewalt war es unmöglich, auch nur einen Teil der Strafe bedingt nachzusehen", sagte die Richterin Petra Harbich in der Urteilsbegründung. Der Täter bestritt die Tat nicht, will aber betrunken gewesen sein. Sein Freund, der laut Zeugenaussagen anwesend war, will von der Vergewaltigung nichts mitbekommen haben.

Zusätzlich zur Haft muss der Afghane 5.000 Euro Schmerzensgeld an die alte Frau zahlen, die seit dem Überfall schwer gezeichnet ist, schreibt die Kronenzeitung.

Woher er das Geld zu nehmen gedenkt, wurde nicht erörtert.

Brutale und hinterhältige Tat

Die Rentnerin war an jenem Tag mit ihrer alten Hündin in der Schwechatau bei Traiskirchen/Niederösterreich spazieren, als sie zwei im Fluss badenden jungen Asylbewerbern begegnete. Die gebrechliche 48-Kilo-Dame watete gerade mit kurzer Hose durch das flache Wasser der Schwechat. Ein Jahr zuvor wurde sie erst an der Hüfte operiert, das Gehen fällt ihr schwer.

Ein Bekannter des Opfers sagte im Zeugenstand aus, dass die Burschen zunächst "auch ganz nett" gewesen seien und der alten Dame sogar über die Böschung geholfen hätten. "Aber dann hat sich einer von hinten über sie hergemacht."

Den DNA-Spuren zufolge wurde die 72-jährige Seniorin von dem damals 17-jährigen Täter anal vergewaltigt. Auch wurde sie brutal verprügelt und behielt lange Zeit Hämatome von dem Übergriff.

Die Seniorin kann es immer noch nicht fassen. Im Dezember erklärte sie einem Reporter der Kronenzeitung: "Wenn ich daran denke, läuft’s mir kalt über den Rücken. Was hab‘ ich getan, dass mir das passiert?"  

Die Tochter der Seniorin ist eine engagierte Flüchtlingshelferin. Sie glaubt und hofft, dass ihre alte Mutter während der Tat bewusstlos wurde. Der Hund, der bei der Tat dabei war, ist inzwischen gestorben.

Während der Opfer- und Angeklagtenvernehmung wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

(sm)