Balkanroute 2017: 80.000 Migranten unterwegs, 6 Millionen zu erwarten

Ungarn schützt seine Grenzen vor Zuwanderung mit einem Zaun von 175 km Länge und wird dafür heftig kritisiert. Der ungarische Premier Viktor Orban lässt sich davon nicht beirren und baut den bereits vorhandenen Stacheldrahtzaun zu einer umfangreichen Anlage aus.

Am 28. Februar berichteten lokale ungarische Medien, dass derzeit ca. 80.000 Migranten auf der Balkanroute unterwegs in Richtung Österreich unterwegs sind. Sie weigern sich, in serbischen Asylzentren untergebracht zu werden. Die ungarische Regierung hofft, dass der neue Grenzzaun rechtzeitig fertig wird, wenn diese Menschen Ungarn erreichen.

Viele Migranten halten sich in der Nähe des Busbahnhofs in Belgrad auf, dort werden sie u.a. von NGOs aus dem Westen betreut – obwohl die serbische Regierung darum gebeten hat, das nicht zu tun.

Es gäbe genug Plätze in den Flüchtlingslagern, doch die Migranten weigern sich, dorthin gebracht zu werden. Ihre Bewegungsfreiheit wird dadurch eingeschränkt.

80.000 Migranten unterwegs und 6 bis 6,5 Millionen werden versuchen, in die EU zu kommen.

Ungarn schützt seine Grenzen vor Zuwanderung mit einem Zaun von 175 km Länge und wird dafür heftig kritisiert. Der ungarische Premier Viktor Orban lässt sich davon nicht beirren und baut den bereits vorhandenen Stacheldrahtzaun zu einer umfangreichen Anlage aus. Auch Überwachungsanlagen sind geplant.

Neben dem Zaunbau will die ungarische Regierung sogenannte „Transitzonen“ an der Grenze erweitern. In diesen Bereichen sollen Asylbewerber ihr Asylverfahren abwarten. Dazu plant die Regierung, Containerdörfer für 200 bis 300 Menschen zu bauen.

“Er steht mit den Vorfällen an den europäischen Grenzen im Zusammenhang”, sagt ein Sprecher der ungarischen Regierung gegenüber Euronews (im Video) “und mit dem Abkommen zwischen der EU und der Türkei. Schätzungsweise etwa 80.000 Menschen befinden sich auf der Balkanroute, der Frühling kommt und deutschen Schätzungen zufolge werden sechs bis sechseinhalb Millionen Menschen versuchen, in die EU zu gelangen.”

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