Der „Dschungel“ Calais: Linksradikale schulen Migranten in Guerilla-Taktiken

Die Migranten versuchen dem "Dschungel", wie sie das wilde Camp nennen, zu entfliehen. Dabei setzen sie alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel ein. Deshalb kommt es zwischen den Polizisten und den Campbewohnern immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen.

Das nordfranzösische Calais ist einer der Brennpunkte der Migrantenkrise. In der Hafenstadt kampieren seit Jahren zahllose Migranten, die auf eine Möglichkeit warten, mittels Fähren über den Ärmelkanal oder durch den Eurotunnel nach England zu gelangen. In den letzten Monaten steigt die Anzahl der Flüchtlinge in Calais rasant. Diese wollen in Frankreich keinen Asylantrag stellen da sie sich in Großbritannien ein besseres Leben erhoffen. 

Die Menschen versuchen illegal nach England zu kommen und wehren sich gegen die Polizisten die dies verhindern. Dadurch kommt es nicht selten zu Verletzten unter den Polizisten und den Migranten. 

Die französische Regierung geht davon aus, dass politische Extremisten den Migranten dabei helfen, sich besser gegen die Polizei zu verteidigen. Die Radikalen würden ihnen Techniken der Stadtguerilla beibringen.
Die Migranten seien verzweifelt, weil es nach Calais nicht weitergehe und die Grenze "vollständig dicht" sei, sagte Innenministeriumssprecher Pierre-Henry Brandet am Mittwoch berichtet die Kronen-Zeitung. Dies werde von Extremisten genutzt, um für Chaos zu sorgen. Vor allem die Linksradikalen des Schwarzen Blocks und die Gruppe No Border, würden den Migranten die Techniken der Stadtguerilla beibringen und bei Straßenschlachten unterstützen, scheiben englische Medien.

Der "Dschungel" 

Die Migranten bezeichnen das Lager in Calais als "Dschungel", aus dem sie schnellstmöglich weg wollen. Deshalb versuchen sie ihren Weg nach Großbritannien mit Gewalt durchzusetzen. Nach größeren Unruhen, war es in der Nacht zum Mittwoch erstmals "entspannter". Es seien rund 60 Tränengasgranaten eingesetzt worden und damit fünf Mal weniger als in den beiden Nächten zuvor, so die "Krone". Die Migranten hatten die Zufahrtsstraßen zum Hafen versperrt, um das Aufspringen auf anhaltende Lkws zu ermöglichen. Dabei kam es teils zu schweren Gefechten zwischen Polizeieinheiten und den Migranten.

Die Straßenschlachten fordern oftmals viele Verletzte, auch unter den Polizisten. Der Polizeigewerkschaftsvertreter zeigt sich besorgt:  "Wir sind beunruhigt, wenn es einmal eine Revolte im Lager gibt, wird das der Wahnsinn". (so)