EU-Proxy Wars: Im Fokus das Bargeld

Unter Stellvertreterkrieg (Proxy War) versteht man im Wesentlichen eine kriegerische Auseinandersetzung von zwei Großmächten die nicht direkt, sondern in einem oder mehreren Drittstaaten ausgetragen werden. Meist ohne offensichtliche Beteiligung der „Brandstifter“. Genau dieses findet im Augenblick meiner Ansicht nach statt, nur das der Konflikt nicht – oder sagen wir noch nicht – militärisch ausgetragen wird. Die beiden Großmächte sind das Volk – also der Souverän – und eine kleine Elite macht-besessener Soziopathen.

In den Vergangenen Jahren hat die Geschwindigkeit und Dynamik in einem Ausmaß zugenommen, die mehr als beängstigend ist. Angegriffen wird an allen Fronten und es steht nicht weniger auf dem Spiel als die Freiheit, Grund- und Menschenrechte. Immer wieder werden kleinere Brandherde angezettelt, die kaum im Fokus oder aber in einem völlig falschen Licht erscheinen. Als Ergebnis werden dann die Überwachung ausgebaut, Grundrechte abgebaut oder sogar Menschenrechte zu Grabe getragen.

Es gibt unzählige Beispiele dafür, was sich in den letzten Jahren in Europa verändert hat. Natürlich nicht nur in Europa, aber das ist nunmal der Ort, wo die meisten der Leser tatsächlich betroffen sind.

In Spanien hat man unter fadenscheinigen Gründen beispielsweise die Meinungs- und Versammlungsfreiheit massiv beschnitten. In Frankreich der Zensur und Kontrolle des Internets Tür und Tor geöffnet um hier nur einige zu nennen. In der Tschechei wurde INDECT scharf geschaltet und in unzähligen EU-Nationen bereits die Verwendung von Bargeld zum Teil massiv beschränkt. Diese Liste ließe sich um unzählige Punkte erweitern, allerdings versuche ich hier lediglich aufzuzeigen, welcher Gefahr sich die Demokratie im Augenblick ausgesetzt sieht.

Gehen wir einige Jahre zurück um die Überschrift des Artikels etwas verständlicher werden zu lassen. Die „Staatsschuldenkrise“ in Zypern, war wie alle anderen in der Welt auch, die konsequente Folge aus der vorherigen „Banken Krise“. Es zog sich über einige Monate hin, so dass der normale Bürger bereits wieder verdrängt hatte, wer eigentlich die 20 Milliarden Euro Schulden produziert hatte.

Es waren die beiden größten Banken des Landes und der Staat hatte diese mittels „Garantien“ die er nie erfüllen hätte können, temporär „gerettet“ um danach selbst in der Staatsschuldenkrise zu versinken. Ich hatte damals bereits in einigen Artikeln die Vermutung angestellt, das dieses eine Art Testballon für eine EU-Blaupause werden könnte. Die Ziele: Bail-In also die Enteignung der Kunden um es mal ganz deutlich zu sagen, Bargeldverbote (bisher nur drastische Beschränkungen) und Kapitalverkehrskontrollen. Nun was soll ich sagen, es kam wie es kommen musste und meine Artikel wurden sehr schnell von der Realität eingeholt.

Bis die Dramaturgie auf dem Höhepunkt war, war kaum jemandem klar, dass Zypern zur EU gehört und den Euro als Zahlungsmittel hat. Eben so wie Griechenland, nur in noch geringerem Maße, spielt das Land wirtschaftlich kaum eine Rolle. Genau aus diesem Grund wurde meines Erachtens nach auch dieser „Kriegsschauplatz“ gewählt.

Warum sollten die Menschen sich auch mit einem Land solidarisieren, von dem der Großteil vorher weder Notiz genommen hat, noch sagen könnte wo es auf der Landkarte liegt? Besonders wichtig war dafür natürlich noch die Erklärung, dass dort all die „Reichen Russen“ ihre Kohle parken würden um die Steuern zu hinterziehen. Ja das war wichtig, nun würde es endlich mal die „Richtigen“ treffen. Das war reines Wunschdenken, denn die Bankfilialen in London hatten geöffnet und so konnten die Oligarchen das Geld während der Bankenschließungen im Gegensatz zum einfachen Bürger in Sicherheit bringen.

Es ist fast ein wenig absurd, mit welch einer irrsinnigen Taktik all das veranstaltet wird. Alles wird im Prinzip gegen jeden aufgehetzt innerhalb Europas um dann eine föderale Unionssuppe zu kochen. Die Griechen schimpfen auf die Deutschen, die Deutschen auf die Griechen, die Spanier auf Alle und so weiter und so fort. In den Chefetagen der Soziopathen scheint man sich sicher zu sein, je mehr Zoff herrscht umso mehr schreien die Bürger nach einer strengen Führung. Auf die Idee, dass vielleicht das System einen erheblichen Anteil an all dem Chaos hat, mag kaum jemand wirklich kommen. Wie es scheint, geht die Strategie auf und am Ende werden die Menschen – wenn auch nicht glücklich – zumindest zufrieden sein mit ihrem goldenen Käfig.

Kommen wir nun zu einem aktuellen Fall, der sehr gut ins Bild passt.

Finanztransaktionssteuer heißt das Zauberwort, was alle überwiegend mit Aktien- oder Devisenhandel in Verbindung bringen. Wer sich allerdings mal genau mit dem Begriff beschäftigt, dürfte sehr schnell verstehen worum es mir hier geht. Im Prinzip ist jede Bewegung von Finanzmitteln eine „Transaktion“. An diesem Punkt möchte ich einen Artikel vom Griechenland-Blog zitieren um die „Fackel der Erkenntnis“ ein wenig ins Dunkel zu halten.

Griechenland erwägt Besteuerung bargeldloser Zahlungen:

Auf der verzweifelten Suche nach Einnahmen für die gesetzlichen Rentenkassen wird in Griechenland erwogen, bargeldlose Transaktionen mit einer Sonderabgabe zu belegen.

Der Finanzstab der Regierung in Griechenland befasst sich wieder einmal mit einem Szenarium bezüglich der Besteuerung aller elektronisch durchgeführten Banktransaktionen.

Eindruck ruft allerdings der Umstand hervor, dass im selben Moment, wo diese Perspektive untersucht wird, die griechische Regierung auch die Etablierung der obligatorischen Verwendung von „Plastikgeld“ plant, damit ein Steuerpflichtiger einen Steuerfreibetrag hat.

Transaktionssteuer statt erneuter Kürzung der Renten. 

Mehrere Punkte stechen hier dem aufmerksamen Beobachter ins Auge. Zum einen die Etablierung der obligatorischen Verwendung von „Plastikgeld“, was im Prinzip ein Bargeldverbot – bis auf marginalste Summen – voraussetzt und der Hinweis darauf dass es sonst die Rentner erwischt und bei einem normalen Lebensverlauf, würde das schließlich am Ende jeden treffen.

In mehrfacher Hinsicht ist auch dieses Spektakel mal wieder absurd. Lassen wir Griechenland in diesem Fall einmal außen vor und übertragen das beispielsweise auf Deutschland. Die Einkommen wurden bereits versteuert. Auf jede Ausgabe wird abermals das bereits besteuerte Einkommen mit der Mehrwertsteuer oder ähnlichem belastet und nun würde man auch noch die „Transaktion“ also die Bewegung des bereits verdienten und besteuerten Geldes veredeln? An diesem Punkt steige ich gedanklich aus und kann in keinster Weise mehr verstehen wie die Steuerzahler all das mit einer Eselsgeduld und Ruhe beobachten können. Nunja, wenn man sich dagegen Sträubt, dann trifft einen ja die Altersarmut, so muss offensichtlich die einhellige Meinung sein. Lassen Sie sich eins gesagt sein, die Altersarmut ist für den Großteil der Menschen bereits jetzt obligatorisch.

Auch die Renten sind bereits versteuertes „Einkommen“ und auch das wird oberhalb der Armutsgrenze ein weiteres Mal besteuert. Nun, ab hier lasse ich es unkommentiert, da ich sonst möglicherweise die Contenance verliere und meine Formulierungen deutlich ungehobelter würden.

Fazit: Mittels kleinster Mitgliedsstaaten werden Bargeldverbot und die Besteuerung von Kapitalbewegungen in eine Blaupause gegossen. Was mancher – in seiner Engstirnigkeit – noch als Gerechtigkeit gegenüber den „faulen Griechen“ sehen mag, wird ihn in näherer Zukunft selbst überrollen. Sollte das tatsächlich in die Realität umgesetzt werden, wäre es fast so genial wie die Besteuerung der Atemluft, denn ohne Finanztransaktionen ist ein Leben in der heutigen Zeit fast genauso unmöglich.

Die Regierungen müssen gezwungen werden weniger Geld zu verschwenden und Banken in den Rachen zu werfen. Unerhörte und Völkerrechtswidrige Kriege beendet und Korruption in einem Ausmaß bestraft werden, wo die Bonzen sich zweimal überlegen ob es das wert ist.

Das wichtigste aber ist, die Menschen müssen sich einsetzen für die eigene Freiheit und Souveränität. Man kann es nicht dem Metzger überlassen zu entscheiden was das Beste für das Vieh ist. Genau das ist aber im Augenblick der Fall.

Orignialquelle: 

http://www.iknews.de/2015/12/29/eu-proxy-wars-im-fokus-das-bargeld/

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