Europaweite Anschläge des IS zu Weihnachten? Verhaftete Terrorhelfer unter Dauerverhör durch Geheimdienst-Experten

Mindestens ein Dutzend "falsche Syrer" sind in Deutschland registriert worden und jetzt untergetaucht. Sie kamen mit Pässen aus der Fälscherwerkstatt des IS in Rakka, ebenso, wie zwei der Paris-Attentäter und auch zwei in Salzburg festgenommene Migranten. Diese befinden sich gerade im Dauerverhör der Geheimdienste. Es wird vermutet, dass sie Teil einer Anschlagserie in Europa zu Weihnachten sein könnten.

In Deutschland wurden jetzt etwa ein Dutzend falsche syrische Flüchtlinge mit überarbeiteten syrischen Original-Reisepässen bestätigt. Diese Personen sind allerdings untergetaucht, irgendwo in Europa, vielleicht noch in Deutschland. Mit ihnen sind die gefälschten Pässe verschwunden, das BAMF hat nur die Kopien. 

Die Pässe stammen aus der syrischen Fälscherwerkstatt des IS in Rakka. Mit solchen Rakka-Pässen reisten auch schon zwei der Attentäter von Paris als "Flüchtlinge" nach Europa ein. Auch die beiden kürzlich in Salzburg festgenommenen Migranten, ein Algerier (28) und ein Mann aus Pakistan (34), kamen mit den Rakka-Pässen. Sie stehen unter Terrorverdacht.

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Anschlagserie zu Weihnachten geplant?

Die beiden Männer sitzen derzeit in Untersuchungs-Haft und befinden sich im Dauerverhör durch Geheimdienst-Experten aus Frankreich und Österreich. Sie sollen möglicherweise Attentate zur Weihnachtszeit in europäischen Großstädten geplant haben. "Ein Wettlauf gegen die Zeit!", schreibt die Kronenzeitung. Es gebe Hinweise, dass die Pariser Terrorzelle größer sei als bisher gedacht.

Die Staatsanwaltschaft Salzburg bestätigte: "Am vergangenen Wochenende wurden zwei aus dem Nahen Osten eingereiste Personen wegen des Verdachts der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung festgenommen. Im Ermittlungsverfahren werden Hinweise auf einen Zusammenhang mit den Anschlägen in Paris überprüft", so deren Sprecher Robert Holzleitner zur "Krone".

Da sich die Verdächtigen bereits unter Beobachtung des französischen Geheimdienstes befunden hatten, wählten sie den Weg über die Flüchtlingsroute nach Europa, zusammen mit den zwei Paris-Attentätern. 

90 Prozent der Migranten in Deutschland nicht kontrolliert

Am Montag sagte der Vize der Polizeigewerkschaft GdP, Jörg Radek gegenüber der "Welt": "Wir haben lediglich zehn Prozent der Flüchtlinge kontrolliert" [HIER:]. "In Hunderttausenden Fällen" hätte die Grenzpolizei keine Ahnung, "wer unter welchem Namen und aus welchem Grund" eingereist sei, so Radek.

Er schickte einen Brandbrief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die deutsche Polizei sei "nicht in der Lage, den ihr obliegenden Auftrag der Gefahrenabwehr und der Strafverfolgung an der deutsch-österreichischen Grenze in der gesetzlich gebotenen Weise wahrzunehmen."

Es gebe für die Polizei keine Möglichkeit, ein getarntes Einreisen von Terroristen als Flüchtlinge zu verhindern. Der Zustand in Deutschland sei hinsichtlich der Gewährleistung der inneren Sicherheit "staatsgefährdend". (sm)

Siehe auch:

Falsche "Syrer" untergetaucht – Einreise mit Reisepässen des IS aus Rakka

IS-Aussteiger berichtet: Daesh plant islamistischen Blitzkrieg in Deutschland

"Agenda 2020" – Islamistischer Terrorplan: Sieben Phasen bis zum Welt-Kalifat