Experten warnen: "Neue Welle des Terrorismus" wird kommen

Epoch Times, Dienstag, 22. März 2016 10:00
Seit der Ausrufung des Kalifats im Juni 2014 und dem Zusammenschluss im März 2015 mit den Boko Haram aus Nigeria, hat sich der Islamische Staat zur aktivsten Dschihadisten-Organisation entwickelt. Experten sehen im Istanbuler Anschlag ein Fanal der weiteren Entwicklungen.
Nach den Anschlägen von Paris...
Nach den Anschlägen von Paris...
Foto: Thierry Chesnot/Getty Images

Der deutsche Politikwissenschaftler Peter Neumann warnt vor einer neuen "Welle des Terrorismus", der die westliche Welt wenigstens eine Generation lang beschäftigen werde. Dabei betont Neumann allerdings, dass Nordamerika und Westeuropa immer noch zu den sichersten Regionen im Bezug auf mögliche terroristische Anschläge zählen dürften.

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Anstieg in 2016

Auch der in Bagdad geborene Präsident der Initiative Liberaler Muslime Österreich, Dr. Amen Albayati, schreibt in seinem Blog, dass man in diesem Jahr mit einer weiteren "quantitativen und qualitativen Steigerung terroristischer Anschläge und Attentate durch ein heterogenes Täterspektrum" rechnen müsse.

Der aus einem Al-Quaida-Ableger entstandene IS kontrolliere derzeit immer noch riesige Gebiete in Syrien und dem Irak. Die Dschihadisten hätten über 70 Anschläge in 20 Ländern verübt. Dabei seien an die 1.200 Menschen getötet und mehr als 1.700 verletzt worden, so Albayati im Blog.

Das Fanal von Istanbul

Er und der Sozialwissenschaftler und Experte für salafistischen Islam in Deutschland und Österreich, Dr. Thomas Tartsch, sehen den Anschlag in Istanbul als Fanal weiterer Entwicklungen, schreibt die "Krone" in Österreich.

Doch selbst wenn das Kalifat des IS zerschlagen und der Bürgerkrieg in Syrien offiziell beendet würde, bliebe die Terrormiliz weiterhin eine Gefahr, so das Blatt. (sm)



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