Großbritannien verurteilt 12-köpfige Vergewaltigungs-Gang zu hohen Haftstrafen

Der Fall bewegte Großbritannien: 12 Mitglieder einer Vergewaltigungs-Gang aus Bradford wurden zu teilweise hohen Haftstrafen verurteilt. Gestern wurde das Urteil verkündet. Die pakistanische Gruppe hatte eine 13-jähriges Mädchen über Monate hinweg missbraucht.

Zwölf Männer im Alter zwischen 19 bis 34 Jahren wurden gestern in Großbritannien zu hohen Haftstrafen verurteilt. Ihr Verbrechen: Sexuelle Ausbeutung einer 13-jährigen Schülerin. Die Männer hätten ihr Opfer über 13 Monate hinweg "in furchtbarer und herzloser Weise sexuell ausgenutzt", so der Richter.

Das mildeste Urteil waren 3,5 Jahre für einen Täter, der zum Tatzeitpunkt 14-15 war. Mehrfach wurden 6,8,13,15 und 18 Jahre Haft verhängt, in einem Fall sogar 20 Jahre.

Einige der Täter wurden auch wegen zusätzlicher Delikte verurteilt. Es gab insgesamt vier Opfer, die laut Richter Roger Thomas, Oberster Kronanwalt, alle "schweren psychischen Schaden" erlitten hätten, was den Männern völlig egal gewesen sei. Sie hätten demonstriert, wie "verächtlich, respektlos und arrogant" sie seien, auf "einer Skala, die ich in vielen Jahren Strafrecht kaum gesehen habe", so der Richter, der auf eine 40-jährige Tätigkeit zurückblickt. Nach der Verurteilung lächelten und winkten einige der Täter von der Anklagebank.  

Die Verurteilten lebten alle in West Yorkshire, zumeist in Keighley. Die Begegnungen zwischen den Männern und ihrem Opfer wurde durch einen gewalttätigen Drogendealer arrangiert. Einmal wurde das Mädchen von fünf Tätern nacheinander vergewaltigt, wie der Richter am Montag erläuterte.

Die Ecke in der Tiefgarage

Einige der Vergewaltigungen fanden in einer Tiefgarage statt. Dort gab es einen personifizierten Mißbrauchsplatz: "xxx-Ecke", wobei statt xxx der Name des Mädchens mit Graffiti stand. Wie der Gerichtshof von Bradford hervorhob, hätten die Männer das Mädchen als "völlig wertlos" behandelt.

Ein Abgeordneter kämpft gegen das Böse

Der Fall sorgte in Großbritannien für großes Aufsehen. Der Konservative Parlamentarier Kris Hopkins sah sich sogar Drohungen ausgesetzt, nachdem er seinerzeit den organisierten Missbrauch im Parlament angesprochen hatte.

Er sagte im November 2012 vor dem Parlament über die Banden asiatischer Männer aus, die um die Gemeinde Keighley weiße Mädchen vergewaltigen.

"Ich wurde von vielen Seiten angegangen, bekam viele beschimpfende Schreiben und war sogar gezwungen, mein Wahlkreisbüro zu schließen, nachdem ich eine Drohung bekam", so der Abgeordnete. Er sprach von der Natur und Wahrheit des Bösen.

Ihm sei durchaus bewusst, dass es da draußen auch zahlreiche weiße Pädophile gebe. Allerdings sei diese Form eines "kranken Modells" von organisierten Gruppen asiatischer Männer, die junge weiße Mädchen sexuell missbrauchen, ein Pesthauch in vielen Gemeinden des Landes.

Opfer zum Auspacken ermutigen

Gleichzeitig dankte er der Polizei für den hervorragenden Job, die erforderlichen Beweise gesammelt zu haben, um die Schuldigen vor Gericht bringen zu können und hoffe, dass weitere Opfer sich ermutigt fühlen, dabei zu helfen, die Täter hinter Gitter zu bringen.

Er liebe seine Stadt, Keighley, hier sei er aufgewachsen und ihr Abgeordneter geworden. Aber ihr stolzer Name sei durch kranke Menschen mit abscheulichen Taten in den Schlamm gezogen worden, die Jagd auf gefährdete junge Mädchen gemacht hätten.

Er erbat dafür die Unterstützung der gesamten Gemeinschaft. Jeder, der etwas von solchen Aktivitäten wisse, habe die Pflicht diese Informationen weiterzugeben. "Wir müssen zusammenarbeiten, uns von diesem Krebs befreien und wir haben alle eine Rolle zu spielen."

Die Täter 

Zehn der Täter stammen aus einer Gegend in Keighley (50.000 Einwohner), die einen Radius von 800 Metern umfasst, einer der Täter kam aus der nahen Großstadt Bradford, einer, ein Gefängnisinsasse, wurde nicht näher benannt.

Die entsprechenden Gesichter der Männer sind in einem Artikel von ITV News zu finden. [Quelle ITV]



Name

Alter heute

(~Tatzeitpunkt)

Ort

Straße

Strafe in

Jahren

Anzahl Vergewaltigungen

(+ weitere sex. Verbrechen)

Israr Ali

19 (14-15)

Keighley

Devonshire Street West

3,5 (Jugend)

1

Hussain Sardar

19 (14-15)

Keighley

Bradford Street

6 (Jugend)

1

Zain Ali

20 (15-16)

Keighley

Buxton Street,

8 (Jugend)

1

Sufyan Ziarab

23 (18-19)

Keighley

Kendall Mellor Place

15

2

Tauqeer Hussain

23 (18-19)

Keighley

Belgrave Road

18

2+1

Nasir Khan

24 (19-20)

Keighley

Buxton Street

13

1

Yasser Kabir

25 (20-21)

Keighley

Belgrave Road

20

3

(+12)

Faisal Khan

27 (22-23)

Keighley

Buxton Street

13

1

Saqib Younis

29 (24-25)

Keighley

Bradford Street

13

1

Mohammed Akram

63 (58-59)

Keighley

Holker Street

5

0

(+1)

Bilal Ziarab

21 (16-17)

Bradford

Sedgwick Close

12

2

Khalid Raja Mahmood

34 (29-30)

17

+ 8

2 (+3)

1 (+1)

Der Sheffield-Fall & "political corectness"

Derzeit wird in der nordenglischen Stadt Sheffield ein ähnlicher Prozess geführt. Jahrelang wurde hier sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen vertuscht.

Junge Mädchen wurden auch in Rotherham vergewaltigt, zur Prostitution gezwungen oder an Freunde "weitergereicht", wie der österreichische Standard schreibt. In einem Zeitraum von 16 Jahren (1997 – 2013) wurden mindestens 1.400 weiße britische Kinder und Jugendliche, von den Tätern umgangssprachlich "dirty gori" (weiße Mädchen) genannt, durch eine britisch-pakistanische Bande muslimischer Zugehörigkeit systematisch missbraucht und sexuell versklavt. Dabei wurden die Mädchen teilweise mit Gewehren bedroht. Auch wurden sie mit Benzin übergossen und ihnen mit Verbrennen gedroht, um sie gefügig zu machen.

Die Professorin Alexis Jay hatte den Behörden in einem unabhängigen Bericht vorgehalten, aus falsch verstandener "politischer Korrektheit" weggeschaut zuhaben. Wie BBC berichtete, ging es um die Angst, als Rassist dazustehen, anderen wurde direkt gesagt, sie sollten die Nationalität nicht bekannt geben.

 (sm)

[DOWNLOAD: Rotherham-Bericht]