Juncker zieht positive Bilanz des Flüchtlingspakts mit der Türkei

Seit dem Abkommen mit Ankara seien "97 Prozent weniger Flüchtlinge aus der Türkei auf den griechischen Inseln angekommen, während wir gleichzeitig durch ein europäisches Umsiedlungsprogramm legale Wege nach Europa eröffnet haben", so Juncker.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat eine positive Bilanz der Zusammenarbeit mit der Türkei in der Flüchtlingskrise gezogen.

Seit dem Abkommen mit Ankara seien „97 Prozent weniger Flüchtlinge aus der Türkei auf den griechischen Inseln angekommen, während wir gleichzeitig durch ein europäisches Umsiedlungsprogramm legale Wege nach Europa eröffnet haben“, sagte Juncker den Zeitungen der „Funke-Mediengruppe“. „Bei allen Sorgen, die mir die Türkei manchmal bereitet, bringt die Zusammenarbeit mit dem Land doch positive Ergebnisse.“

Seine Position zur Türkei sei unverändert, betonte Juncker. „Es lohnt sich wegen der Menschen, mit dem Land im Gespräch zu bleiben und dabei zu helfen, dass es sich wieder auf die Europäische Union zubewegt. Wir halten unseren Teil der Abmachungen ein und gehen davon aus, dass die Türkei das auch tut.“

Juncker verwies zugleich auf Bemühungen, „den Schleppern das Handwerk zu legen, die sich an der Not der Flüchtlinge bereichern und in Kauf nehmen, dass Frauen, Männer und Kinder die Überfahrt mit dem Leben zahlen“. Auch hier seien Erfolge zu verbuchen. Die Zahl derjenigen, die im östlichen Mittelmeer vermisst oder ertrunken seien, sei um 90 Prozent gesunken. (dts)

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