Marine Le Pen: „Islamisten wollen uns nicht spalten. Sie wollen uns töten.“

Scharfe Reaktion von Marine Le Pen auf den gestrigen Terrorakt in Frankreich: Die Front National-Chefin hat in einem Statement hart mit der Hollande- und Sarkozy-Regierung abgerechnet. Sie fordert sofortiges Handeln statt großer Worte.

Marine Le Pen schrieb gestern Abend mehrere Twitter-Botschaften und ein offizielles Statement zum Terrorangriff auf eine Kirche.

„Hollande irrt. Die islamischen Fundamentalisten wollen uns nicht spalten, sie wollen uns töten“, so die Front National-Chefin in Reaktion auf Frankreichs Präsidenten Hollande. Er hatte die Franzosen aufgerufen, zusammen zu halten und gesagt: „Was diese Terroristen wollen, ist uns zu spalten.“

Davor hatte Le Pen bereits getwittert: „Die Verantwortung derer, die uns seit 30 Jahren regieren, ist immens. Sie schwätzen zu sehen, ist empörend.“

In einem offiziellen Statement drückte sie den Opfern des Angriffs ihre Anteilnahme aus. Dann fragte sie die amtierende Regierung:
„Angesichts der erschreckenden Zunahme der jetzt fast wöchentlich stattfindenden Angriffe auf unserem Boden und angesichts des Niedergangs zu diesem unerträglichen Grad der Barbarei, sagen wir zu Regierung und Präsidenten: Es ist nun nicht mehr möglich, untätig zu bleiben.“

In den Amtszeiten der Herren Sarkozy und Hollande sei nichts passiert, was die Ausbreitung von Islamismus und Kriminalität eingedämmt hätte, so Le Pen. „Wir wollen jetzt keine großen Worte mehr, sondern von der amtierenden Regierung sofortige Maßnahmen!“


Sie erinnerte an ihre Vorschläge: Salafisten-Moscheen schließen, hasspredigende Imame abschieben, Grenzkontrollen, Zuwanderungsstopp, Veto gegen die deutsche Einladungspolitik, Stärkung von Sicherheitskräften, Geheimdienst und Militär, eine Reform des Staatsangehörigkeitsrechts, Stärkung von Justiz- und Strafvollzug und Bau neuer Gefängnisse.

Schon nach dem Anschlag von Nizza hatten Le Pen und Sarkozy der Hollande-Regierung Nachlässigkeit und schweres Versagen im Kampf gegen den Terror vorgeworfen.

Frankreichs Regierende hatte gestern die Bevölkerung zum Zusammenhalt aufgerufen und vor einem „Krieg der Religionen“ gewarnt.

(rf)

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