„Moralische Pflicht“: Brüssel fordert von EU-Staaten „freiwillige“ Aufnahme von Flüchtlingen aus Afrika

Die EU-Kommission fordert von EU-Staaten die "freiwillige" Aufnahme von Flüchtlingen aus Afrika. Dies werde dazu beitragen, die illegale Migration über das Mittelmeer einzudämmen.

Die EU-Kommission hat Deutschland und die anderen EU-Staaten zur „freiwilligen“ Aufnahme von Flüchtlingen aus Afrika aufgefordert.

„Wir haben eine rechtliche und eine moralische Pflicht, jenen Schutz zu bieten die ihn wirklich brauchen“, heißt es in einem Brief an die Innenminister der Mitgliedstaaten, über den das „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe) berichtet.

Die Regierungen sollten demnach bis Mitte September mitteilen, wie viele Menschen sie im kommenden Jahr aufzunehmen bereit seien – und dabei „so ehrgeizig wie möglich“ sein, heißt es in dem vergangenen Freitag verschickten Schreiben.

Es gelte nun, nicht mehr nur Flüchtlinge aus der Türkei und dem Nahen Osten umzusiedeln, sondern zunehmend auch aus Staaten wie Ägypten, Libyen, Niger oder dem Sudan.

Für Avramopoulos ist die Eröffnung legaler Wege nach Europa ein zentrales Element, um die Flüchtlingskrise auf der zentralen Mittelmeerroute in den Griff zu bekommen. Das sogenannte Resettlement war auch Thema beim Migrationsgipfel am Montag in Paris. (dts/dpa)

Kommentieren

Werte Leserinnen und Leser!

Schon lange wollen wir das Diskussionsklima in der Kommentarfunktion verbessern und dabei unserer Maxime „Meinungsfreiheit für alle“ treu bleiben. Wegen personeller und finanzieller Engpässe war dies bisher nicht möglich.

Wir wenden uns deshalb mit der besonderen Bitte an Sie: Unterstützen Sie die Einrichtung unseres Moderators mit Ihrer Spende! Er wird sich um Trolle, Provokateure und strafrechtlich relevante Äußerungen kümmern.

Hier Spenden!

IBAN: DE21100700240525505400 BIC: DEUTDEDBBER, Verwendungszweck: Kommentar-Moderator