"Muslimbrüder stecken hinter Flüchtlingswelle", sagt Tschechiens Präsident Zeman

Epoch Times, Dienstag, 5. Januar 2016 11:15
Die Organisation „Muslimbruderschaft“ steckt laut Milos Zeman hinter der Flüchtlingswelle. Der tschechische Präsident sagt, er habe Beweise und Aussagen verschiedener hochrangiger Leute, die seine These einer organisierten islamischen "Invasion" Europas belegen.
Flüchtlingsstrom in Griechenland
Flüchtlingsstrom in Griechenland
Foto: LOUISA GOULIAMAKI/Getty Images

Die Flüchtlingswelle sei eine von außen organisierte "Invasion" – das hatte Milos Zeman schon in seiner Neujahrsansprache gesagt. Nun spricht er von Beweisen, dass die Muslimbrüder für die Einwanderungswelle verantwortlich seien, die in der gesamten arabischen Welt aktiv sind und von Ägypten als Terrororganisation eingestuft und verboten wurden.

Anzeige

In einem Interview mit Radio Prag am Montag, sagte Zeman, er habe von führenden arabischen Politikern Informationen erhalten, die bewiesen, dass die Flüchtlingsbewegungen von den Muslimbrüdern organisiert seien, berichtet die "Kronen-Zeitung".

Marokkanische Außenminister hätten ihm erklärt, dass die Muslimbruderschaft nicht nur die Kontrolle über die muslimische Welt, sondern die gesamte Welt erlangen wolle. Auch vom Kronprinz der Vereinigten Arabischen Emirate habe er Informationen über die Rolle der Muslimbruderschaft während der Asylkrise erhalten. Dieser bezeichnete die islamische Gruppe als Dachorganisation aller islamistischen Terrorgruppen. "Basierend auf diesen zwei Informationsquellen glaube ich, dass die Invasion von der Muslimbruderschaft organisiert ist und finanziell von einer Reihe von Staaten unterstützt wird," sagte Zeman im Interview. 

Die Muslimbruderschaft wäre allein zu schwach um Europa den Krieg zu erklären. "Aber sie kann eine wachsende Flüchtlingswelle vorbereiten und allmählich die Kontrolle über Europa erlangen", so er tschechische Präsident. Dass dies bereits im Gange sei, könne man in einigen westeuropäischen Städten beobachten, wo sich die Polizei in der Nacht nicht mehr hinaus wage.

Wer ist die Muslimbruderschaft?

Die Muslimbrüder oder Muslimbruderschaft ist eine der einflussreichsten sunnitisch-islamistischen Bewegungen im Nahen Osten.

Sie wurde 1928 von Hasan al-Banna in Ägypten gegründet. Seitdem hat sich die Muslimbruderschaft in andere Länder verbreitet, insbesondere Syrien und Jordanien. Ihre beiden Ableger Ennahda und Hamas (Algerien) sind Teil der Regierungen von Tunesien und Algerien und des dortigen politischen Prozesses. 

In Gaza hingegen errichtete ihr Ableger Hamas eine islamistische Diktatur, während ihr libyscher Ableger (die Partei für Gerechtigkeit und Aufbau) im Zweiten libyschen Bürgerkrieg als eine der Hauptfraktionen gilt. Auch die im Sudan herrschende Nationale Kongresspartei beruft ihre Wurzeln auf die Muslimbruderschaft. Sie gilt als die erste revolutionäre islamische Bewegung.

Vor der einjährigen Präsidentschaft Mohammed Mursis in Ägypten 2012–2013 wurde die Muslimbruderschaft von einigen Beobachtern als vergleichsweise moderate und entradikalisierte politische und soziale Formation angesehen. Sie galt als eine konservativ-islamische Organisation, die Gewalt und den "globalen Dschihad" ablehnte und sich in einem Prozess der Entideologisierung befand. Nach dem Umsturz in Ägypten 2013 und der darauffolgenden Absetzung Mursis wurde die Muslimbruderschaft in Ägypten verboten und als Terrororganisation eingestuft. (Quelle)

Kommentieren

Werte Leserinnen und Leser!
Konstruktive Kommentare sind für uns alle ein Gewinn.
Es gab schon viele Zuschriften, von denen wir sehr profitiert haben und dafür möchten wir Ihnen danken. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns gemeinsam die Kommentarfunktion schätzen und sich mit allzu rabiaten Äußerungen zurückhalten. Als Medium können wir die Nachrichtenlage nicht ändern. Aber wir können gemeinsam einen kühlen Kopf bewahren.


Anzeige