Nach Anschlag in Frankreich: Deutschland und Italien verschärfen Grenzkontrollen

Nach dem Terror-Attentat in Nizza verschärfen Italien und Deutschland ihre Grenzkontrollen zu Frankreich. Die Hintergründe des Anschlages sind völlig unklar.

Der Anschlag in Nizza veranlasste Italien und Deutschland dazu, schärfere Grenzkontrollen zu Frankreich anzuordnen. Besonders in Zügen und Flughäfen soll verstärkt kontrolliert werden.

Italien hat Kontrollen an drei Grenzübergängen zu Frankreich sowie in Zügen auf der Verbindung über Ventimiglia zwischen den beiden Ländern angekündigt, sagt Italiens Innenminister Angelino Alfano, laut den Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

Auch in Deutschland werden Maßnahmen ergriffen: Wie die Bundespolizei in Potsdam am Freitag mitteilte, werden die Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich verstärkt. Das gelte für die Grenzübergänge an den Autobahnen und anderen Straßen, an Flughäfen und in den Zügen.

Die Bundespolizei habe diese Maßnahmen mit den französischen Behörden abgestimmt.

Tour de France unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen

Trotz des Terroranschlags findet die 13. Etappe der Tour de France heute wie geplant statt. Alle Festivitäten am Rande der Rundfahrt werden allerdings zurückgefahren. Das teilte Tourchef Christian Prudhomme mit.

So wird das Einzelzeitfahren von Bourg-Saint-Andéol nach La Caverne du Pont-d’Arc im Zeichen des Anschlags stehen. Auf dem Podium werde es eine Schweigeminute für die Opfer geben. Die Werbekarawane wird diesmal lautlos die Strecke passieren.

Zudem wurde das Sicherheitsaufkommen weiter erhöht, wie die Präfektur der Region Ardèche mitteilte. Mit Blick auf die Terrorgefahr hatten die französischen Behörden ohnehin schon die Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld erhöht. 23 000 Polizisten und Gendarmen sind während der Rundfahrt im Einsatz, darunter auch erstmals Mitglieder der Spezialeinheit GIGN. Hinzu kommen private Sicherheitsleute etwa in den Start- und Zielbereichen. (so/dpa)