„Nazis raus“ und „Refugees Welcome“: Linken-Demo gegen FPÖ-Abgeordnete im Nationalrat in Wien

Aus Anlass der konstituierenden Sitzung des österreichischen Parlaments haben Linke-Demonstranten am Donnerstag gegen die Regierungsbeteiligung der FPÖ protestiert.

In Wien haben Linke-Aktivisten gegen die Angelobung freiheitlicher Abgeordneter im Nationalrat demonstriert.

Im Zentrum der österreichischen Hauptstadt versammelten sich am Donnerstag etwa 200 sogenannte Antifaschisten. Sie trugen Plakate mit der Aufschrift „Lasst Nazis nicht regieren!“ und „Faschismus trägt viele Farben“ oder „F*ck Strache!“ sowie „Refugees Welcome“.

Die Kundgebung verlief ohne Zwischenfälle, sorgte aber für massive Verkehrsbehinderungen.

Die Organisatoren warnten in ihren Reden vor „Nazis und Faschisten“ im Nationalrat. „Dass so viele deutsch-nationale Burschenschafter einziehen, ist eine Ungeheuerlichkeit“, hieß es laut „Kronen-Zeitung“.

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sei darunter „der Widerlichste“.

Kritisiert wurde auch, dass die Freiheitlichen die umstrittene Kornblume durch das Edelweiß ersetzten. Die FPÖ stand dafür in Kritik, die Kornblume zu tragen. Diese wurde vor 1938 als geheimes Erkennungszeichen von den Nationalsozialisten verwendet.

FPÖ-Chef Strache, wahrscheinlich der künftige Stellvertreter des voraussichtlichen Regierungschefs Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP, hatte am Mittwoch mitgeteilt, das Edelweiß stehe für Mut, Tapferkeit und Liebe.

Auch am Wochenende werden Demonstrationen in Wien erwartet. Zum Thema „Klima schützen – Rechtsruck stoppen“ soll es am Samstagnachmittag eine Kundgebung geben, die laut „Krone“ ebenfalls zu massiven Verzögerungen im Straßenverkehr führen wird. (so/dpa)

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