Österreichischer Politiker: EU geht vor türkischer Erpressung in die Knie

In Bezug auf die Flüchtlingskrise würde sich Europa von der Türkei vorführen lassen, meint der FPÖ-Politiker Harald Vilimsky. Vilimsky sagt auch, dass die EU vor der türkischen Erpressung in die Knie geht.

Die finanziellen Zugeständnisse gegenüber der Türkei stoßt bei einigen Politikern auf Widerstand. 

Für eine Kooperation in der Flüchtlingskrise fordert der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan drei Milliarden Euro von der EU. Dies sei Erpressung, meint der österreichische FPÖ-Generalsekretär und Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Harald Vilimsky.
Nach Erdoğans Forderungen machte die EU der Türkei finanzielle Zugeständnisse in Milliardenhöhe. Dadurch würde Erdogan neben der ohnehin gewährten Heranführungshilfe nun noch tiefer in den europäischen Steuertopf greifen und mit Millionen überschüttet, um einer Pflicht nachzukommen, die die Türkei als Partner der EU ohnehin von sich aus erfüllen müsste, kritisiert der österreichische Politiker die Lage auf der FPÖ-Webseite. 
Die europäische Union ließe sich von der Türkei in die Knie zwingen, meint Vilimsky, da die EU den Türken bei der Visaerleichterungen und der Öffnung neuer Kapitel in den Beitrittsverhandlungen entgegenkommen wolle. Dies sei zudem ein völlig unzulässiges Junktim, denn die Visa-Frage sei völlig losgelöst von der Flüchtlingsfrage zu bewerten.
Die Staatschefs der EU würden es zulassen, dass Erdoğan die europäische Gemeinschaft unter großer Genugtuung vorführe. "Eine Kooperation und angemessene Flüchtlingsbetreuung sollte für Erdogan eine Selbstverständlichkeit sein, handelt es sich doch bei den Flüchtlingen auch vorwiegend um Brüder und Schwestern aus islamischen Ländern. Anstatt sich von der Türkei in die Enge treiben und zur weiteren Selbstaufgabe drängen zu lassen, muss endlich das Ziel verfolgt werden, auf der arabischen Halbinsel und in Nordafrika Hilfe zu leisten und dort an Erststellen bereits festzustellen, wer überhaupt ein Recht auf Asyl hat. Schutz und Hilfe müssen dann in der Region gewährleistet werden, da wäre EU-Hilfe berechtigt, nicht aber nach einem Akt der türkischen Erpressung", so Vilimsky.