Österreichischer Verfassungsschutz warnt: Mit dem Flüchtlingsstrom „kommen Terrorzellen zu uns“

Der Direktor des österreichischen Bundesamtes für Verfassungsschutz warnte nun, dass mit dem unkontrollierten Flüchtlingsstrom auch Terroristen ins Land gelassen wurden. Vor allem in den Bundesländern Wien, Steiermark und Niederösterreich, seien "die Hotspots der Radikalisierung". Aber auch andere Bundesländer müsse man im Auge behalten. Die Warnung kommt nur einen Tag vor einer groß angelegten Anti-Terror-Übung in Wien.

In Österreich habe sich die Terrorgefahr durch die unkontrollierte Massenzuwanderung von Menschen aus aller Herren Länder drastisch erhöht. Zu diesem Schluss kommt nun der Direktor des österreichischen Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorbekämpfung, Peter Gridling.

Gegenüber österreichischen Medien sagte Gridling: Mit dem Flüchtlingsstrom seien auch Terrorzellen „zu uns gekommen“, berichtet die „Kronen-Zeitung“. Demnach verwies der Experte auch auf die Terrorvorkommnisse in Deutschland. Man müsse jetzt „sehr wachsam“ sein. Die Flüchtlingswelle des letzten Jahres hätte auch Menschen nach Europa gebracht, „die nicht nur geflohen sind, sondern die sich hier als terroristische Zellen, als Schläferzellen, möglicherweise niedergelassen haben und bei Bedarf aktiviert werden können,“ warnt Gridling.

Zudem gehe auch eine hohe Bedrohung von Dschihad-Rückkehrern aus. In Österreich gebe es auch immer mehr Menschen, die in den Dschihad ziehen. Gridling sprach laut „Krone“ von knapp 300 österreichischen IS-Anhängern, die ausgereist seien, um im Dschihad zu kämpfen oder an der Ausreise gehindert wurden. Die Dunkelziffer sei schwer einzuschätzen, so der Verfassungsschützer.

Vor allem in den Bundesländern Wien, Steiermark und Niederösterreich, seien „die Hotspots der Radikalisierung“. Doch auch die Entwicklung in Vorarlberg müsse man beobachten. Auf einer Pressekonferenz in Bregenz sagte Gridling der Zeitung zufolge: „Man darf die Augen nicht verschließen, man darf die Entwicklung nicht verschlafen.“ Österreich sei gegen grenzüberschreitende Gefahren nicht immun.

Anti-Terror-Übung in Wien

Diese Aussagen machte der Direktor des österreichischen Verfassungsschutzes einen Tag vor Beginn der Anti-Terror-Übung in Wien.

Am Freitag beginnt in der österreichischen Hauptstadt die Übung, an der sich laut „Krone“ sämtliche Sondereinheiten der Exekutive und die Rettungsdienste beteiligen. Die Aktion wird demnach bis Samstagnacht dauern. Ziel der Übung sei es, Entscheidungs- und Kommunikationsabläufe zu erproben und die Einsatzbereitschaft im Ernstfall zu verbessern.