Rückführungen in die Türkei kommen nur langsam voran – in einem Jahr nur 1400 Migranten abgeschoben

Griechenland und Frontex haben seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspakts im Frühjahr 2016 nur rund 1400 Menschen von den Inseln der Ostägäis in die Türkei abgeschoben.

Die Rückführungen von Flüchtlingen und Migranten von Griechenland in die Türkei gehen nur langsam voran.

Griechenland und die Europäische Grenzschutzagentur Frontex haben seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspakts im Frühjahr 2016 nur rund 1400 Menschen von den Inseln der Ostägäis in die Türkei abgeschoben. Das gab die griechische Polizei in Athen bekannt. Auf Inseln harren zurzeit rund 14 000 Migranten und Flüchtlinge aus.

Bereits am Vortag hatte der griechische Migrationsminister Ioannis Mouzalas zugegeben, dass die Rückführungen in die Türkei aus bürokratischen Gründen nur langsam vorankämen. Zudem verschlechtere sich die Lage in den Aufnahmezentren auf den Inseln zunehmend.

Unterdessen setzten am Donnerstag zum zweiten Tag in Folge rund ein Dutzend Flüchtlinge im Zentrum Athens einen Hungerstreik fort. Sie möchten mit ihren Familien in Deutschland zusammengeführt werden. Der Prozess kommt ebenfalls nur langsam voran. Dem UN-Kinderhilfswerk Unicef zufolge kann die Bearbeitung eines Antrags auf die Zusammenführung einer Familie zehn Monate bis zwei Jahre dauern. (dpa)

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