Jugendliche "Flüchtlinge" peinigen Mitschülerinnen drei Monate - Schulleitung erstattet Strafanzeige

Epoch Times, Donnerstag, 14. Januar 2016 18:47
Es geht um den Verdacht der sexuellen Belästigung, Körperverletzung und gefährlicher Drohung: Die Direktorin einer Mittelschule in Salzburg-Parsch erstattete Anzeige. Damit beendete sie ein dreimonatiges Märtyrium durch vier unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Afghanistan (14, 15 und 16) und Syrien (16) gegen drei Mitschülerinnen (14, 14 und 15).
Symbolbild
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Foto: Sean Gallup/Getty Images

Auslöser der Anzeige war die Attacke eines 14-jährigen Afghanen am Mittwochvormittag, wobei ein 14-Jähriges Mädchen derart angerempelt wurde, dass sie mit voller Wucht gegen einen Spind flog, schreibt die "Krone". Dies brachte das Fass zum überlaufen und das Mädchen vertraute sich schutzsuchend der Direktorin an. Diese informierte die Polizei.

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Die Opfer und die jungen Flüchtlinge mussten zur Polizeiinspektion kommen. Hier fassten die Mädchen den Mut, auszusprechen, was alles geschehen war. Sie schilderten den Beamten des Landeskriminalamtes das Märtyrium der vergangenen Wochen. Weitere Ermittlungen wurden aufgenommen.

Drei Monate Psycho-Drangsale

Seit November 2015 wurden die drei Mädchen von den unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen belästigt. Immer wieder sei es zu Übergriffen gekommen, teils verbal durch vulgäre Ausdrücke, teils körperlich durch Anrempeln und Stoßen. Die jungen Migranten sollen den Mädchen immer wieder die Jacken hochgerissen haben, um ihre Hintern anzugucken und danach zu grapschen.

Die vier Täter hätten auch gemeinsam einem der Mädchen auf dem Schulweg aufgelauert, um ihre Jacke hochzuziehen und ihr Gesäß zu begutachten. Eine der 14-Jährigen wurde ständig wegen ihrer Oberweite gehänselt, schreibt der "ORF".

Besonders hervorzuheben war die Drangsal, die einer der Afghanen (15) einem der Mädchen (14) antat. Er belästigte sie immer wieder und faßte ihr hart an den Hintern. Im Dezember saß das Mädchen auf einem Tisch im Klassenzimmer, als der Afghane ihr so hart auf den Hinterkopf schlug, dass sie nach vorn kippte und mit der Stirn auf die Tischplatte knallte. Glücklicherweise bekam sie durch den Angriff keine gröberen Verletzungen, so die Kronen-Zeitung.

Warum wurde so spät reagiert?

Am Mittwochnachmittag hieß es noch beschwichtigend aus dem Büro des Landesschulrates, dass alles gar nicht so dramatisch sei, nur Schubsereien im Gang und ein paar obszöne Ausdrücke. Am Abend dann reagierte man schon. Die drei Asylbewerber und der Asylberechtigte aus der öffentlichen Einrichtung wurden suspendiert. Alle Eltern der Schule werden über die Vorfälle informiert und Psychologen werden mit den Schülern das Geschehen aufarbeiten.

Die "Krone" schreibt wörtlich: "Dringend zu klären ist, warum die Schulleitung und der Landesschulrat nicht früher auf die Straftaten aufmerksam wurden und handelten."

Suizidgefährdetes Alter

Wie die Psychologin und freie Journalistin Jana Hausschild in einem Artikel im "Spiegel Online" schrieb, werden jugendliche Krisen oft belächelt. Doch gerade in dieser Altersgrupe sind die meisten Suizidversuche zu verzeichnen. Nach Verkehrsunfällen seien diese die zweithäufigste Todesursache der 15- bis 20-Jährigen. Jeden zweiten Tag sterbe in Deutschland ein Jugendlicher durch seine eigene Hand, so die Psychologin.

Der Kinder- und Jugendpsychiater Hellmuth Braun-Scharm sagte dazu: "Dennoch wird die Not der jungen Menschen oft übersehen, weil viele nicht wissen, dass auch in jungen Jahren der Wunsch nach dem eigenen Tod aufkommen kann." Es sei wichtig, mehr Aufmerksamkeit für einander zu entwickeln, mehr hinzuschauen und zu reagieren, so der Artikel. (sm)



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