Viktor Orbán: Finanzmogule und linke Aktivisten hinter Migrationskrise

Ungarns Premier Orbán glaubt, dass "wirre Träume einiger großer Geldmänner, transnationaler Aktivisten und von niemandem gewählter Funktionäre" mit der Migrantenkrise ihre Ziele verwirklichen wollen.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán zeigte bisher in Sachen Flüchtlingskrise eine Art von Weitsicht, die man sich von deutschen Politikern rechtzeitig gewünscht hätte. Jetzt bringt der Regierungschef eine bisher nicht beachtete mögliche Ursache der Migrantenkrise ins Spiel. Im einem Interview im Staatsrundfunk Ungarns sagte Orbán am Freitag: "Diese Invasion (von Migranten) wird einerseits vom Schlepper-Business gelenkt, andererseits von jenen (Menschenrechts-)Aktivisten, die alles unterstützen, was die Nationalstaaten schwächt", meldete der Nachrichtensender NTV.

Orban sieht US-Milliardär Soros als einen der Drahtzieher

Später am Tage geht Orbán näher auf diese Offenlegung ein: "Diese westliche Denkweise und dieses Aktivisten-Netz wird vielleicht am stärksten durch George Soros repräsentiert", zitiert der österreichische Standard. "Sein Name ist vielleicht das beste Beispiel für diejenigen, die alles fördern, was dazu taugt, Nationalstaaten zu schwächen und die alles dafür tun, das traditionelle Leben in Europa zu verändern", wird der Ministerpräsident in der Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert.
Die Organisation OSF (Open Society Foundation) des US-Investors, Milliardärs und Philanthropen Soros unterstütze von Budapest aus auch Aktivisten, die den Migranten helfen würden, schreibt der Spiegel. Die OSF ist sowohl bei linken als auch bei rechten Kritikern umstritten. Während die Linken Soros vorwerfen, dass der Radikalismus seiner OSF-Organisation nur zum Schein und zur Verschleierung der kapitalistischen Ordnung seien, werfen ihm rechte Kritiker, u.a. der US-Radio- und TV-Moderator Glenn Beck vor, gezielt Staatengesellschaften zu untergraben, um eine einheitliche globale Regierung (Neue Weltordnung) zu initiieren (Quelle: Wikipedia).
 "Es ist kein Zufall, dass täglich Tausende Migranten nach Europa angeliefert werden. Man will eine bewusste Konstruktion verwirklichen, die man linksgerichtet nennen kann. Man will die europäischen Nationalstaaten irrelevant machen", erklärte Orbán auf einerr Konferenz im Italienischen Kulturinstitut in Budapest. "Gegen diese Verschwörung, gegen diesen Verrat müssen wir uns an die Demokratie und ans Volk wenden", so der Premier weiter.

"Die Zeichen der Zeit" gegen "wirre Träume"

Der Premierminister appelliert für die Zukunft Europas: "Wenn wir uns nicht für Europa einsetzen, dann wird der Kontinent nicht mehr das Europa der hier lebenden Bürger sein, sondern die wirren Träume einiger großer Geldmänner, transnationaler Aktivisten und von niemandem gewählter Funktionäre verwirklichen." Die Rede im Kulturinstitut wurde anlässlich der Präsentation der rechtspopulistischen Zeitschrift "Die Zeichen der Zeit" aus Orbáns Umfeld gehalten, berichtete NTV weiter. Die Schrift könne "mit Recht den Anspruch darauf erheben, in den nächsten zehn Jahren als Kompassnadel für die – hoffentlich rechtsgerichteten – Regierungen (in Europa) zu dienen", so Orbán.

EU-Außengrenzen sichern

Ungarn war das erste EU-Land, dass seine Grenzen zu Serbien, später dann zu Kroatien und Slowenien und damit entsprechend dem Schengen-Abkommen die EU-Außengrenzen gegen die unkontrollierte Einwanderung von Migrantenmassen absicherte. Ungarn war auch das Land, das als erstes vor einer Islamisierung des Westens im Zusammenhang mit Millionen von Flüchtlingen, Wirtschaftsmigranten und möglichen Terror-Kämpfern warnte. Gerade zu dieser Zeit wurden die deutschen Grenzen geöffnet. (sm)
Siehe auch:
"Migranten-Handbuch" auf Insel Lesbos verteilt – Flüchtlingsströme als Migrationswaffe zur Destabilisierung?