Wegen Störung angehalten: Erneut Panne im französischen Atomkraftwerk Fessenheim

Der französische Stromgigant EDF hat den Reaktor 1 des umstrittenen Atomkraftwerks Fessenheim an der Grenze zu Baden-Württemberg angehalten. Grund sei eine Störung im nicht-nuklearen Teil der Anlage, teilte der Betreiber mit. Der Stopp wirke sich nicht auf Sicherheit und Umwelt aus und solle nicht lange dauern.

Im französischen Atomkraftwerk Fessenheim hat es erneut eine Panne gegeben. Der Reaktor Nummer eins sei am Dienstagabend wegen einer Störung im nicht-atomaren Teil der Anlage ausgeschaltet worden, teilte der Betreiber EDF mit. Die Maßnahme werde voraussichtlich nur von „kurzer Dauer“ sein, womöglich könne die Produktionseinheit am Mittwoch wieder in Betrieb genommen werden.

Laut EDF war die Störung beim Test einer Notfallausrüstung im nicht-atomaren Teil der Anlage aufgetreten. Die französische Regierung hatte vor gut einer Woche die Stilllegung des Pannen-Akw in der Nähe der Grenze zu Deutschland auf den Weg gebracht. Laut dem Dekret soll die Stilllegung allerdings erst erfolgen, wenn ein neues modernes Akw in Flamanville in Betrieb geht. Dies dürfte frühestens 2019 erfolgen.

Die beiden Reaktoren des Akw Fessenheim sind bereits seit 40 Jahren in Betrieb. Umweltschützer in Frankreich, Deutschland und der Schweiz kämpfen seit langem für ihre Stilllegung. In dem Atomkraftwerk, das 30 Kilometer südwestlich von Freiburg liegt, gibt es immer wieder Pannen und Zwischenfälle. Kritiker verweisen zudem auf das Erdbebenrisiko in der Region. (afp)