Weitere Zuspitzung erwartet: Athen meldet Migranten-Rekorde Richtung Balkan

Eine erneute Verschärfung der Migranten-Krise wurde jetzt an der Grenze zwischen Slowenien und Österreich gemeldet. Weitere Tausende sind in Griechenland gemeldet worden und befinden sich bald auf dem Weg nach Norden. Auch in Syrien sind Zehntausende Menschen auf der Flucht ins Ausland.

Der Migranten-Sturm auf Europa tritt in eine neue Phase ein. Nachdem in dieser Woche vermehrt Ausbrüche durch Brandstiftung und Gewalt aus Aufnahmeeinrichtungen in Slowenien und Österreich gemeldete wurden, forderte die österreichische Innenministerin eine "Festung um Europa".

Österreich, letzte Station vor Deutschland

Ein pensionierter Major des österreichischen Bundesheeres wurde Augenzeuge der Zustände am Grenzübergang Spielfeld: "21. Oktober 2015: Heute ist der schwärzeste Tag in meinem Leben.  Ich musste mit eigenen Augen mit ansehen, wie um 11.30 etwa 5.000, durchwegs junger, durchtrainierter Männer, die Österreichische Grenze bei Spielfeld, völlig ungehindert und unkontrolliert, durchbrochen haben… Nachschub aus Griechenland Ich musste mit ansehen, wie über eine Stunde etwa 5.000 Okkupanten in bedrohlicher, arroganter und auch aggressiver Art und Weise wie selbstverständlich Österreichisches Staatsgebiet besetzten, ungeniert ihre Notdurft verrichteten, Müll in völlig unzivilisierter Manier einfach wegwarfen – all das sieht der Durchschnittsösterreicher nicht. Über all diese Ungeheuerlichkeiten berichten unsere Lügenmedien nicht."

Slowenien: 50.000 in einer Woche

Innerhalb einer Woche wurde Slowenien  durch die plötzliche Grenzöffnung Kroatiens überraschend von 50.000 Migranten überrannt, wie die Behörden meldeten. Eine geordnete Registrierung und Erstaufnahme war nicht mehr möglich. Mehr noch, wurde das Erstaufnahme-Lager Brezice von Migranten angezündet und zum großen Teil zerstört. Den Ordnungskräften blieb nichts weiter übrig, als die Massen nach Österreich weiterziehen zu lassen. Am Freitag Morgen durchbrachen nach Angaben von Reuters etwa 3.000 Menschen die Grenze bei Sentilj nach Österreich. Derzeit erwägt das Land ebenfalls den Bau eines Grenzzauns nach Kroatien.

Griechenland: 48.000 gehen auf die Balkanroute

Der EU-Staat Griechenland stellt den Beginn des Landweges der sogenannten Balkanroute dar. Von hier aus gelangen die Massen über Mazedonien, Serbien, Kroatien und Slowenien ins Herz Mitteleuropas. Seit Ungarn seine Grenzpolitik in der Flüchtlingsfrage geändert hatte, verlagerte sich der Ansturm auf Österreich vom Burgenland in die Steiermark. Allein in den letzten fünf Tagen wurden in Griechenland 48.000 Migranten ausgemacht, berichtete gestern der Nachrichtensender NTV mit Bezug auf die Internationale Organisation für Migration (IOM).
Auch die Türkei erwartet nach der russischen-syrischen Offensive Zehntausende Migranten und in Syrien flüchten etwa 30.000 Menschen vor den Kämpfen um Aleppo. Der Vizepräsident des Türkischen Roten Halbmonds, Kerem Kinik, sprach von bis zu 80.000 Flüchtlingen aus der Region: "Wir bereiten unsere Teams auf eine neue Welle vor", meldete NTV weiter. (sm)