1,28 Millionen illegale Grenzübertritte – Schnelle Frontex-Einsatzgruppe gefordert

Alarmierende Zahlen zum "Europäischen Grenz- und Küstenschutz" wird die EU-Kommission am Dienstag vorlegen. Es wird ein "wirksameres Management der Außengrenzen" gefordert werden. Unterdessen forderten Frankreich und Deutschland eine schnelle Frontex-Einsatzgruppe.
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Die griechisch-mazedonische Grenze geriet in den letzten Tagen und Wochen mehr und mehr unter DruckFoto: ROBERT ATANASOVSKI/AFP/Getty Images
Epoch Times14. Dezember 2015

Das Dokument der EU-Kommission übt scharfe Kritik an der Sicherung der Außengrenzen, die "völlig unzureichend" seien und keine "wirksame und integrierte Grenzsicherung" garantieren könnte. Demnach konnten "Drittstaatenangehörige" die EU-Außengrenze ungehindert passieren, ohne "identifiziert, registriert und einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen" worden zu sein. Dieser Zustand habe die Geschlossenheit der Schengen-Zone infrage gestellt, so die "Welt". Europa brauche "eine starke und gemeinsame Politik zur Außengrenzensicherung, die sich auf das Prinzip einer gemeinsam geteilten Verantwortung stützt", zitiert der "Focus".

Eineinhalbmal soviel, wie in fünf Jahren davor

In diesem Jahr sind nach Informationen der "Welt" mehr Menschen illegal in die EU eingereist als jemals zuvor in der Geschichte der Europäischen Union. Zwischen Januar und November 2015 seien 1,28 Millionen illegale Grenzübertritte festgestellt worden, heißt es demnach in einer Mitteilung der EU-Kommission. Das sei ein Allzeithoch in der EU, so die EU-Kommission. Zwischen 2009 und 2014 seien im Vergleich dazu lediglich 813 000 illegale Grenzübertritte festgestellt worden.

Schnelle Frontex-Truppen gefordert

Frankreich und Deutschland forderten in einem Brief an die EU-Kommission, schnelle selbständige und eigenverantwortliche Einsatzgruppen der europäischen Grenzschutzagentur Frontex zu realisieren, auch wenn das entsprechende Land nicht um Hilfe gebeten habe. Dabei spielten die beiden Länder auf die laschen Grenzkontrollen in Griechenland und die jüngsten Ausschreitungen an der Grenze zu Mazedonien an.

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