Wiener Einzelhandel entsetzt: „Refugees Welcome“-Demo am 1. Advents-Samstag

In den Geschäftsstraßen der Wiener City wurden für den 1. Adventssamstag gleich drei Demonstrationen angemeldet. Eine Katastrophe für die Händler in der Innenstadt, die an diesem Tag den umsatzstärksten Tag im Jahr erwarteten. Auf Druck der Handelskammer wurde eine der Demonstrationen abgesagt.

Gleich drei Demonstrationen hatten Aktivisten für den 1. Adventssamstag in der Wiener Innenstadt angemeldet. Eine Demo gegen Abschiebungen, eine der Kurden für die PKK und eine “Radlparade” für Alexander Van der Bellen waren geplant – eine Katastrophe aus Sicht der Wiener Geschäftsinhaber. Denn dieser Samstag gilt als umsatzstärkster Tag des Jahres.

Die Aktivisten der Asyldemo schienen aber genau diesen Rummel gesucht zu haben. Man wolle für Aufsehen sorgen, so David Albrich von der ‘Plattform für menschliche Asylpolitik’. Diese hatte 1.300 Teilnehmer zusammengebracht.

Von riesigem Lärm begleitet, aber sonst friedlich, zog die Demonstration über die Mariahilfer Straße und den Ring bis zum Bundeskanzleramt. Mit Schildern wie “Lasst sie bleiben” und “Flüchtlinge willkommen” bahnten sie sich ihren Weg durch die Menschenmengen. Auch gab es provokantere Banner wie “Flüchtlinge bleiben, FPÖ vertreiben”.

Unter die Demonstranten hatten sich 70 Personen des linksradikalen ‘Schwarzen Blocks’ gemischt und bengalische Feuer entzündet. Zur Begleitung der Demonstranten waren 160 Polizisten im Einsatz. Auf dem Ring kam es zu Staus.

Radlparade für Van der Bellen auf Druck abgesagt

Warum gerade an diesem Tag demonstriert werden muss, wollte der Handel von den Aktivisten wissen?

„Warum schiebt die Regierung ausgerechnet jetzt Menschen ab?“, so Albrich provokant. Die „Radlparade“ für Van der Bellen wurde allerdings auf Initiative der Handelskammer abgesagt. So sei ein Schaden für die Geschäfte zumindest teilweise abgewendet worden, berichtet die “Kronen Zeitung”.