ZDF-Doku über Geert Wilders: Filmteam in muslimischer Gegend attackiert

Das ZDF wollte für einen Dokumentarfilm in einem Stadtviertel drehen, in dem der niederländische Politiker Geert Wilders früher lebte - jedoch ist diese Gegend überwiegend muslimisch und einige Bewohner attackierten das Filmteam. Fazit des ZDF: "Genau das sind die Vorfälle, die Geert Wilders bei der kommenden Wahl zum Hoffnungsträger für viele Menschen in den Niederlanden machen". Gewählt wird am 15. März 2017.

Das ZDF wollte in der Gegend, in der der rechtsgerichtete niederländische Politiker Geert Wilders früher lebte, Dreharbeiten durchführen. Sie hatten die Rechnung aber ohne die Bewohner des Viertels gemacht – die zum überwiegenden Teil muslimisch sind.

Die Autoscheiben der Filmleute wurden eingeschlagen – viele Aufnahmen konnten nicht gemacht werden. Weitere Übergriffe wurden nur vermieden, weil die Filmcrew die Polizei benachrichtige.

„Genau das sind die Vorfälle, die Geert Wilders zum Hoffnungsträger vieler Niederländer machen“, heißt es in dem ZDF-Bericht (ab 9. Minuten).

Am 15. März wählen die Niederländer 150 Abgeordnete der Zweiten Kammer, die das eigentliche gesetzgebende Organ des Landes ist. Die politischen Verhältnisse in der Zweiten Kammer sind entscheidend für die Regierungsbildung. Der EU-kritische Politiker Geert Wilders liegt bisher bei den Prognosen vorn.

Etwa sechs Prozent der rund 17 Millionen Einwohner der Niederlande sind Muslime. Nach britischem Vorbild strebt auch Wilders den Austritt der Niederlande aus der EU an und möchte ein Referendum über einen „Nexit“ durchführen. Er fordert auch die Wiedereinführung von Grenzkontrollen.

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