Anthony Weiner bekennt sich schuldig – „Sexting“ mit 15-Jähriger erschütterte US-Wahlkampf

Der US-Politiker Anthony Weiner bekennt sich schuldig, eine 15-Jährige mit brutalen Sexbotschaften verfolgt zu haben. Mit der US-Justiz machte er einen Deal, der folgenschwer sein könnte.

US-Politiker Anthony Weiner hat sich schuldig bekannt, eine 15-Jährige mit brutalen Sexbotschaften verfolgt zu haben.

Schluchzend und mit erstickter Stimme sagte der 52-Jährige am Freitag vor einem Gericht in New York, er wisse, dass sein Verhalten „moralisch falsch und gesetzeswidrig“ gewesen sei. „Ich habe eine Krankheit, aber ich habe keine Entschuldigung“, so Weiner laut AFP.

Der Politiker hatte ein 15-jähriges Mädchen monatelang per Sms mit brutalen Sex- und Vergewaltigungsfantasien verfolgt, obwohl er wusste, dass sie minderjährig war. Er hatte ihr u.a. damit gedroht, sie zu Hause zu missbrauchen, wenn ihre Eltern nicht da seien. Er forderte außerdem sexuelle Fotos von ihr nach seinen Anweisungen. Das Mädchen äußerte mehrfach Selbstmordgedanken. Als sie schließlich ihre Familie informierte, ließ Weiner sich von den Eltern bescheinigen, dass die „Beziehung“ einvernehmlich gewesen sei.

Er beeinflusste den US-Wahlkampf

Anthony Weiners Fehltritte beeinflussten den US-Wahlkampf stark: Weil das FBI seinen Laptop konfiszierte, wurden kurz vor der Präsidentschaftswahl noch Emails von Hillary Clinton entdeckt, welche den damaligen FBI-Chef James Comey bewogen, die Ermittlungen gegen Clinton kurzzeitig wieder aufzunehmen – am 29. Oktober 2016, elf Tage vor der Wahl.

Hillary Clinton gab Comey und seiner Entscheidung deshalb die Schuld, dass sie gegen Donald Trump verlor.

Warum hatte er Clintons Emails?

Da Weiner mit der Clinton-Assistentin Huma Abedin verheiratet war, befand sich in den „zehntausenden E-Mails“ auf seinem Laptop die Kommunikation zwischen Abedin und Clinton. Alternative US-Medien berichteten, dass Weiner in einem Ordner namens „Lebensversicherung“ extra belastendes Material über die Clintons gespeichert hatte – für den Fall, dass er bei den Clintons in Ungnade fallen könnte.

Ende August 2016, als die Affäre mit der 15-Jährigen hochkochte, erklärte Abedin, sich von Weiner zu trennen. Sie hoffte, Top-Assistentin im Weißen Haus unter einer Präsidentin Clinton zu werden und wollte ihren Ruf wahren. EPOCH TIMES berichtete.

Enthüllt worden war Weiners „Sexting“ von der britischen „Daily Mail“. Der Politiker war schon früher in Sex-Skandale verwickelt.

Was es mit „Pizzagate / Pädogate“ zu tun hat:

Ein anonymer Insider des US-Innenministeriums hatte auf der alternativen Website „Victurus Libertas“ Details über den Fall Weiner ausgepackt: Weiner wird als ein wichtiger Informant über die Pädophilen-Netzwerke gesehen, in die Teile der Washingtoner Polit-Elite verstrickt sind. Man habe ihm Straferleichterung angeboten, falls er darüber auspacke. Auf seinem Laptop würden sich Dinge befinden, mit denen man mehrere mächtige Leute hinter Gitter bringen könne, so der Insider – wenn die Zeit reif sei.

Dementsprechend interessant wird der Urteilsspruch gegen Weiner, der erst am 8. September erfolgen soll. Bis dahin ist er gegen Kaution (150.000 Dollar, rund 135.000 Euro) auf freiem Fuß.

AFP schreibt:

„Für sein Delikt kann Weiner mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft werden. Sein Schuldeingeständnis war allerdings Teil einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft, die im Gegenzug eine deutlich niedrigere Haftstrafe von 21 bis 27 Monaten Gefängnis anstrebt. Die Vereinbarung sieht auch vor, dass der frühere Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus als Sexualstraftäter registriert wird.“

Weiner stellte sich vor Gericht als psychisch krank dar.

Hier die Erklärung, die er heute schluchzend vorlas:

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