Auswärtiges Amt aktualisiert Reisehinweise für Israel und Palästina – Gewaltakte nicht ausgeschlossen

Ab Mittwoch könne es "zu Demonstrationen in Jerusalem, dem Westjordanland und dem Gaza-Streifen kommen", erklärte das Auswärtige Amt am Dienstagabend. 

Angesichts der für Mittwoch angekündigten Rede von US-Präsident Donald Trump zum Status von Jerusalem hat das Auswärtige Amt in Berlin seine Reisehinweise für Israel und die Palästinensergebiete aktualisiert.

Ab Mittwoch könne es „zu Demonstrationen in Jerusalem, dem Westjordanland und dem Gaza-Streifen kommen“, erklärte das Auswärtige Amt am Dienstagabend. „Gewalttätige Auseinandersetzungen“ könnten nicht ausgeschlossen werden.

Das Auswärtige Amt rief Besucher der betroffenen Gebiete auf, sich über die örtlichen Medien über die aktuelle Lage zu informieren. Für den Gazastreifen gilt weiterhin eine Reisewarnung.

Am Mittwoch will Trump eine Rede zum Status Jerusalems halten. Am Dienstag hatte er Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, Jordaniens König Abdullah und Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi in Telefonaten über seine fortbestehende Absicht informiert, die Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.

Durch diesen Schritt würden die USA Jerusalem einseitig als Hauptstadt Israels anerkennen und damit die Nahost-Region in eine weitere tiefe Krise stürzen. Allerdings ist unklar, ob der US-Präsident den Umzug der US-Botschaft in Israel unverzüglich oder erst später vollziehen will. Trump hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, die Botschaft nach Jerusalem verlegen zu wollen.

Israel hatte den Ostteil Jerusalems 1967 besetzt und 1980 annektiert. Die Annexion wird von der internationalen Staatengemeinschaft nicht anerkannt. Alle ausländischen Botschaften sind bislang in Tel Aviv angesiedelt. Der Status von Jerusalem ist einer der größten Streitpunkte im Nahost-Konflikt. (afp)

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