EU-Kommissionspräsident: Kein EU-Beitritt der Ukraine für die "nächsten 20 bis 25 Jahre"

Epoch Times, Freitag, 4. März 2016 11:44
Der Präsident der EU-Kommission sieht in den nächsten Jahrzehnten für die krisengeschüttelte Ukraine keine Möglichkeit in die EU oder die Nato einzutreten.
Jean-Claude Juncker, Präsident der EU-Kommission
Jean-Claude Juncker, Präsident der EU-Kommission
Foto: EMMANUEL DUNAND/Getty Images

Jean-Claude Juncker, Präsident der EU-Kommission, schließ einen EU-Beitritt der Ukraine für die kommenden Jahrzehnte aus. Auch einen Nato-Beitritt des kriegsgeschüttelten Landes schloss Junker aus. 

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"Die Ukraine wird mit Sicherheit in den nächsten 20 bis 25 Jahren kein Mitglied der EU werden können", sagte Juncker in Den Haag, berichtet "Sputniknews". Das gelte auch für einen Nato-Beitritt. 

Der EU-Kommissionspräsident äußerte aber trotzdem die Hoffnung, dass die Bürger der Niederlande bei dem anstehenden Referendum für das EU-Assoziierungsverfahren der Ukraine stimmen werden. Er meinte, er kenne die Niederländer und deren gesunden Menschenverstande und sei sich deshalb sicher, dass sie mit Ja stimmen werden. 

Am 1. Januar 2016 ist der Teil des Abkommens in Kraft getreten, in dem die Schaffung einer Freihandelszone zwischen der Ukraine und der EU vorgesehen ist. Der Premierminister der Niederlande, Mark Rutte, dessen Land im ersten Halbjahr 2016 den EU-Vorsitz innehat, erinnerte jedoch daran, dass dieses Abkommen keinen EU-Beitritt der Ukraine vorsehe, so "Sputnik". Deshalb werden die Niederländer am 6. April bei einem Referendum darüber abstimmen, ob sie das Abkommen mit der Ukraine unterstützen oder nicht. 

Das Assoziierungsabkommen wurde im Jahre 2014 unterzeichnet, nachdem der ehemalige ukrainische Präsidenten Wiktor Janukowitsch, der sich gegen das Abkommen stellte, gestürzt wurde. (so) 

Schlagworte

Ukraine, EU, EU-Beitritt, Kiew


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